Gemeinsames Manifest für ein Ja

Medienpaket - Mehr als zehn Organisationen und Verbände von Medienschaffenden gehören zu den Unterzeichnern. «Ohne das Paket würde die Vielfalt der Medien in den nächsten Jahren drastisch zurückgehen», heisst es im Manifest.

Die unterzeichnenden Organisationen, die das Medienpaket unterstützen, würden mit Besorgnis wahrnehmen, «mit welchen irreführenden Argumenten gegen das Medienpaket geworben» werde, wie es in einer Mitteilung heisst. So sei die Kampagne, die «von Milliarden» spreche, faktenwidrig. Denn mit dem Medienpaket würden eine ganze Laufzeit total 700 Millionen aus der Bundeskasse investiert, heisst es mit Verweis auf das Bakom.

Die Unabhängigkeit der Journalistinnen und Journalisten werde garantiert durch effiziente und bewährte Selbstkontrollorgane, zu denen die ganze Bevölkerung Zugang habe. Die diversifizierte Finanzierung mit einem geringen Anteil an staatlicher Finanzierung unterstütze die Unabhängigkeit. «Zahlreiche Beispiele, auch aus dem Ausland, belegen diesen Zusammenhang», heisst es im Manifest weiter.

Diese Organisationen haben das Manifest unterzeichnet:

  • Impressum – Les journalistes suisses, Franca Siegfried und Edgar Bloch, Co-PräsidentInnen
  • Suisseculture, Alex Mesmer, Geschäftsführer
  • CFJM, Centre de Formation au Journalisme et aux Médias, Marc-Henri Jobin, Geschäftsführer
  • Médias Pour Tous, Frédéric Gonseth, Präsident
  • Association Médias d’Avenir/Verein Medien mit Zukunft, Camille Roseau, Präsidentin
  • Media Forti, Manuel Puppis, Präsident
  • RRR, association Radios Rgionales Romandes, Philippe Zahno, Präsident
  • LoiTransparence/Öffentlichkeitgesetz, Martin Stoll, Präsident
  • Reporters sans frontières, RSF Suisse, Denis Masmejean, Generalsekretär
  • Aropa, Elena Tatti et Daniel Wyss, Co- PräsidentInnen
  • Junge Journalistinnen und Journalisten Schweiz, Pascal Scheiber, Co-Präsident
  • Telesuisse, André Moesch, Präsident

Alle Unterzeichnenden würden im Paket unterschiedliche Vor- und Nachteile erkennen. Die Vorteile würden aber klar überwiegen. «Ohne das Paket würde die Vielfalt der Medien in der Schweiz in den nächsten Jahren drastisch zurückgehen», betonen die Unterzeichner: «Viele Redaktionen könnten ihre Informationsleistung nicht mehr erbringen, zahlreiche Titel würden ganz eingehen.»

Diese Medien würden die Frist von sieben Jahren brauchen, um ihr Informations- und Geschäftsmodell den neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Unterstützung der journalistischen Berufsbildung und des Presserats werde die Qualität der Berichterstattung – auch der kritischen – zugunsten der Gesellschaft stärken.

Zuvor hatten sich bereits der Verband Schweizer Privatradios, Radios Régionales Romandes und Telesuisse für das Mediengesetz ausgesprochen (persoenlich.com berichtete). (pd/tim)