08.12.2022

Katar 2022

Granit Xhaka verweigert SRF ein Interview

Weil er am Boden zerstört gewesen sei: Deshalb hat der Nati-Captain nach dem WM-Out gegen Portugal auf ein TV-Interview mit SRF verzichtet. Für Aufsehen sorgte zudem ein Austausch zwischen Granit Xhaka und dem Sportchef von 20 Minuten.
Katar 2022: Granit Xhaka verweigert SRF ein Interview
Fühlte sich nach dem WM-Out nicht imstande, vor die Kamera zu treten: Nati-Captain Granit Xhaka. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)

Erneut Endstation Achtelfinal: Das Schweizer Nationalteam verabschiedete sich am Dienstagabend mit einer 1:6-Niederlage gegen Portugal von der WM 2022 in Katar (persoenlich.com berichtete). Die Enttäuschung nach dem Abpfiff war bei Spielern selbstredend gross. Während Nati-Captain Granit Xhaka die Pleite gegenüber der Schweizer Print- und Onlinepresse einordnete, gab er SRF erneut kein Interview. Bereits nach dem Serbien-Spiel hatte er auf einen TV-Auftritt auf den Kanälen der SRG verzichtet.

Gegenüber dem Blick erklärte der Schweizerische Fussballverband (SFV), dass Xhaka in der Garderobe «am Boden zerstört» gewesen sei und sich nicht imstande gefühlt habe, «vor die Kameras zu treten». Das Boulevardmedium schreibt in seinem Artikel mit dem Titel «SRF ärgert sich über Granit Xhaka» weiter, dass «das Kuschen des Captains den SRF-Leuten sauer» aufgestossen habe. 

Auf Anfrage von persoenlich.com heisst es von SRF: «Es ist richtig, dass SRF den Schweizer Captain nach dem WM-Achtelfinal um ein Interview gebeten hat. Natürlich respektieren wir den Entscheid, der Interviewanfrage nicht nachzukommen.»

Xhaka entschuldigt sich bei 20-Minuten-Sportchef

Und überhaupt: Der SFV wäre nicht verpflichtet, dass Xhaka nach den Spielen TV-Interviews geben muss. Nur bei Trainer Murat Yakin ist es laut Blick vertraglich geregelt, dass er nach einem Länderspiel jeweils vor den Kameras Stellung bezieht. 

Ebenfalls für Schlagzeilen sorgte der Austausch zwischen Xhaka und dem Journalisten Tobias Wedermann. Laut Medienberichten hat der Nati-Captain dem Sportchef von 20 Minuten entgegnet, falls er eine gute Frage stelle, werde er eine Antwort erhalten. Falls er eine «Scheiss-Frage» stelle, kriege er gar nichts von ihm. Gemäss Blick sei die Aussage von einigen als Drohung interpretiert worden, vom betroffenen Journalisten aber nicht als solche empfunden. Am Tag danach habe sich Xhaka bei Wedermann persönlich dafür entschuldigt, sollte seine Aussage falsch rübergekommen sein. (tim)



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