Inside Paradeplatz hatte im Juni unter Berufung auf den als Plagiatsjäger bekannten Stefan Weber berichtet, Florian Eder, seit Januar Chefredaktor von NZZ Deutschland, erstelle seine Kommentare mit KI. Die NZZ klagte, das Landgericht Hamburg gab ihr im Hauptpunkt recht. Das schreibt Lukas Hässig in eigener Sache auf insideparadeplatz.ch.
Laut seiner Darstellung halten die Richter fest, die NZZ stelle «nicht in Abrede», ein «KI-Tool zur Hilfe genommen» zu haben. Die Aussage, Artikel seien teilweise vollständig ohne menschliche Kontrolle entstanden, gehe aber zu weit. Im Juni hatte eine NZZ-Sprecherin die Vorwürfe gegenüber Inside Paradeplatz zurückgewiesen.
Das Portal trägt nach eigenen Angaben zwei Drittel der Gerichtskosten, das sind 476 von 714 Euro, bei einem Streitwert von 30'000 Euro. Zu den Anwaltskosten macht es keine Angaben. Der beanstandete Artikel ist nicht mehr online.
Laut Hässig ging die NZZ auch gegen das Magazin Cicero vor und habe dort offenbar in erster Instanz recht erhalten. Zudem klagte sie in Salzburg gegen Weber, der Ausgang ist nicht bekannt. (cbe)