05.09.2000

HandelsZeitung lanciert "Stocks"

Am 3. November 2000 erscheint erstmals "Stocks", das Schweizer Wochenmagazin für Anleger. Die neue Publikation aus der Verlagsgruppe HandelsZeitung will fundierte Einschätzungen und Informationen zu nationalen und internationalen Aktien und Marktsektoren bieten. Besonderes Augenmerk wird dem Schweizer Aktienmarkt sowie den verschiedenen Neuen Märkten gewidmet. "persoenlich.com" hat Verleger Ralph Büchi (Bild) zu seinem neusten Wurf befragt. Das Interview.
HandelsZeitung lanciert "Stocks"

Cash, Bilanz, Finanz & Wirtschaft, die HandelsZeitung selber – wo wollen Sie da in der kleinen Schweiz noch ein neues Anlegermagazin positionieren?

Die sogenannt kleine Schweiz nimmt prozentual einen Spitzenrang ein, was den Aktienbesitz ihrer Bewohner betrifft. Ich bin überzeugt, dass ein grosser Bedarf für ein kompetent gemachtes, verständlich formuliertes Anlegermagazin besteht. Natürlich gibt es auch in der Schweiz noch diverse andere Publikationen. Nur hat bei uns jede eine spezielle Aurichtung, während es zum Beispiel in Deutschland bereits vier, fünf Anlegermagazine gibt.

Zur Zeit boomen die Börsen. Befürchten Sie nicht, dass mit dem nächsten Börsencrash auch die vielen Wirtschaftstitel ins Trudeln kommen könnten?

Das Interesse am Börsengeschehen ist meines Erachtens keine Eintagsfliege, sondern entspricht unserer Zeit. Heute kommt niemand mehr auf die Idee, sein Geld in langweilige Kassen-Obligationen zu 3 bis 4 Prozent anzulegen. Dementsprechend gross ist auch das Interesse an einem informativen und gut gemachten Magazin.

Stocks lehnt sich an das von Springer im Frühling lancierte Anlegermagazin Aktien research an. Wie genau sieht die Zusammenarbeit aus?

Es war nie unsere Absicht, Stocks als Schweizer Kopie von Aktien research zu positionieren. So ist zwar eine enge Zusammenarbeit im Analysenteil geplant, wo wir uns austauschen werden. Aber anders als Aktien research setzt Stocks vorallem auf journalistische Eigenleistungen. Im Gegensatz zum deutschen Heft ist Stocks in der bequemen Position, in der Schweiz das einzige spezialisierte Magazin zu sein. Weshalb wir uns nicht bloss auf eine Nische konzentrieren müssen, sondern auch breiter in der Themenwahl sein können.

Was bietet mir Stocks, was ich sonst nirgends zu lesen bekomme?

Stocks will seinen Lesern zielgerichtete Informationen bieten, die ihnen helfen, mit einem vernünftigen Restrisiko eine höhere Rendite zu erreichen. Ziel von Stocks ist es also, dem Leser zu ermöglichen, erfolgreiche Börsengschäfte zu tätigen.

Was lassen Sie sich Stocks kosten?

(lacht) Fragen Sie mich das in drei Jahren. Wir hatten uns schon länger mit dem Gedanken getragen, ein Anlegermagazin zu lancieren, vorallem, wo die Marktlücke doch so offensichtlich ist. Was übrigens mit ein Grund für den Schulterschluss mit Springer war. Und mit der starken Kapitaldecke eines Springer-Verlages haben wir genügend Luft und Willen, das Projekt zum Erfolg zu führen.

Werblich vertreten wird Stocks von der Zürcher Werbeagentur Matter & Partner. Was planen Sie für die Lancierung?

Es ist gar nicht so einfach, unsere potentielle Leserschaft zu definieren. Sicherlich sind das vorallem Leute, die ihr Geld aktiv an der Börse investieren und nicht mehr im Strumpf versorgen. Überdurchschnittlich gebildete Leute also, die man nicht mit einem simplen Gag überzeugen kann. Dementsprechend werden wir mit unserer Kampagne keinen künstlichen Wirbel veranstalten. Schliesslich soll unser Produkt nicht bloss verkauft, sondern auch als Marke positioniert werden.

Stocks – die Facts:


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