19.08.2008

SF

Hauptbahnhof Zürich wird zur Opernbühne

Grossprojekt mit "La Traviata"-Inszenierung.

Anfang März machte das Schweizer Fernsehen eine Aufführung von Mozarts "Zauberflöte" zum Multimedia-Ereignis. Zeitgleich wurde auf SF1 und auf SFzwei die Inszenierung am Zürcher Opernhaus vor und hinter den Kulissen übertragen. Dabei scheint SF auf den Geschmack gekommen zu sein. Nun will der Sender den Zürcher Hauptbahnhof mit einer Aufführung von Verdis "La Traviata" in einen klingenden Kultur und Erlebnisort verwandeln.

"Es war die grösstmögliche 'Fallhöhe' zwischen grosser Oper und Bahnhofsalltag, die uns zu dieser Produktion herausgefordert hat", erläutert Thomas Beck, Redaktionsleiter der Abteilung Kultur beim Schweizer Fernsehen im Interview mit "persoenlich.com".

Die Opernaufführung wird am Dienstag, 30. September 2008, mitten in den Pendlerströmen an verschiedenen Standorten des Hauptbahnhofes live in Szene gesetzt. Erst am Bildschirm fügen sich die einzelnen Szenen zu einem Ganzen zusammen. SF veranstaltet das Kulturprojekt in Zusammenarbeit mit dem Kultursender Arte, der SBB und dem Opernhaus Zürich. Sandra Studer übernimmt die Moderation der Livesendung, die zeitgleich auf SF1, TSI, HD suisse und Arte ausgestrahlt wird.

Den Klangkörper bilden Ensemble, Chor und Orchester des Opernhauses Zürich, unter der musikalischen Leitung von Paolo Carignani. In der Titelpartie der Violetta ist Eva Mei zu erleben, Vittorio Grigolo singt Alfredo und Angelo Veccia die Partie des Giorgio Germont. Felix Breisach übernimmt die Regie, Ex-SF-Kulturchef Adrian Marthaler ist für die szenischen Arrangements im Bahnhof verantwortlich.

Moderatorin Sandra Studer, Sänger Vittorio Grigolo und Sängerin Eva Mei.

Die Regisseure Felix Breisach und Adrian Marthaler.


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