Die historische Dokufiction-Serie "Wir Schweizer", die im Herbst 2013 in drei Landessprachen ausgestrahlt werden soll, wird von Historikern kritisiert. Wie die "NZZ am Sonntag" schreibt, spricht Regina Wecker, Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte, von "Inkompetenz" in der Auswahl der historischen Figuren. Die Serie, in welcher Nationalhelden wie Werner Stauffacher und General Guillaume-Henri Dufour portraitiert werden, transportiere ein "verstaubtes Geschichtsbild", sagt Wecker. Die Historiker bemängeln insbesondere, dass die TV-Macher keine einzige Frau berücksichtigten. "Es gibt keine Frau zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert, die bekannt ist und politischen Einfluss hatte", wehrt sich Niklaus Schlienger vom Schweizer Fernsehen. Den historischen Beratern, die das SF beizog, wurde wenig Gehör geschenkt. Die Fernsehmacher hätten Action und populäre Figuren bevorzugt, heisst es aus dem Umfeld des Projekts. ("NZZ am Sonntag")
29.04.2012
SF
Historiker kritisieren "Wir Schweizer"
Serie vermittle "verstaubtes Geschichtsbild".
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