Nebst den SRG-Kritikern wappnen sich nun auch die Befürworter für die Zeit nach der Abstimmung. Der ehemalige «Watson»-Chef Hansi Voigt, der Bündner SP-Grossrat Jon Pult und der Internetunternehmer Moritz Zumbühl wollen der Diskussion über die Medien einen neuen Dreh verpassen, wie der «SonntagsBlick» berichtet.
#Medienvielfalt- Wir brauchen dafür eine neue Medienpolitik, auf der Höhe des digitalen Zeitalters. Und wir brauchen nicht weniger, sondern einen zeitgemässen #ServicePublic . Die Medienschweiz neu denken - Mitmachen https://t.co/KVUkE58qyc #nobillag #NeinNobillag #SRG pic.twitter.com/BQ35p3HBZN
— Artikel 93 (@artikel93) 4. März 2018
Der Artikel der Bundesverfassung über Radio, Fernsehen und «andere Formen der fernmeldetechnischen Verbreitung» ist laut den dreien antiquiert. Sie wollen per Initiative einen neuen Verfassungsartikel schaffen, der dem allgemeinen Recht auf Information und der Onlinepräsenz der SRG Rechnung tragen soll. Das Trio verlangt, dass die SRG ihre «Technologie und die selbst produzierten Inhalte unentgeltlich zur Verfügung» stellt.
Keine Einschränkungen im Onlinebereich
Dass die SRG im Onlinebereich eingeschränkt werde, sei inakzeptabel. «Hier liegt die Zukunft. Die SRG muss zwingend ein gutes Angebot machen können», sagt Zumbühl der Zeitung. Öffentlich finanzierte Medien hätten zudem einen klaren Kodex zu befolgen. «Mit Sorgfalt beachten sie die Grundrechte und achten auf die Menschenwürde», heisst es laut SoBli im Initiativtext.
Auch Nationalrat Fathi Derder (FDP/VD) will laut «Le Matin Dimanche» die SRG mit einer Motion zu einem umfassenden Service-Public-Unternehmen machen. (sda/wid)