22.05.2007

RAI

Italienische Regierung strebt Teilprivatisierung an

Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt steckt in grosser Krise.

Die italienische Regierung unter Romano Prodi hat einem Gesetzesentwurf zur Reformierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zugestimmt, der eine Teilprivatisierung der Krisen-gebeutelten RAI vorsieht. Ein weiteres Ziel der Reform ist es, der Verwebung von Politik und Medien ein Ende zu bereiten. "Die ersten 50 Jahre ihres Bestehen hat die RAI mit der Politik in Symbiose gelebt, aber in jüngster Zeit ist das Risiko hoch, dass diese Symbiose fatale Auswirkungen haben könnte", sagte der Minister für Kommunikation und Medien Paolo Gentiloni laut der Tageszeitung Le Monde. Geplant ist die Aufspaltung der RAI in drei getrennte Gesellschaften.

Die RAI befindet sich gerade in einer ihrer schwersten Krisen. Der neunköpfige RAI-Aufsichtsrat ist seit Monaten wegen Antonio Marano, dem Direktor von RAI 2, im Clinch. Marano ist wegen floppenden Sendungen und sinkenden Einschaltquoten unter Druck geraten. Fünf Aufsichtratsmitglieder fordern den Rücktritt des von der rechten Lega Nord unterstützten TV-Direktors. Die restlichen vier Aufsichtsräte, die der Mitte-Rechts-Allianz nahe stehen, stemmen sich gegen die Rücktrittsforderungen.


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