02.02.2022

Medienpaket

Ja-Komitee reagiert auf Nein-Trend

In den kommenden Tagen startet das Komitee «Ja zur Medienvielfalt» eine Flyeraktion und eine Solidaritäts-Kampagne für Lokalmedien. Auch die Mediengewerkschaften mobilisieren für ein Ja an der Urne.
Medienpaket: Ja-Komitee reagiert auf Nein-Trend
Trotz schlechter Umfragwerte zur Abstimmung über das Medienpaket: die Befürworter geben nicht auf. (Bild: Keystone/Salvatore Di Nolfi)

In den kommenden Tagen wird das Komitee «Ja zur Medienvielfalt» erneut mehr als 220’000 Flyer verschicken und in zahlreichen Orten nochmals Verteilaktionen organisieren.

«Die neusten Umfragen zeigen, dass sich diese Abstimmung erst auf den letzten Metern entscheidet. Wir sind überzeugt, dass wir diesen Abstimmungskampf gewinnen können. Denn die Schweiz weiss, wie wichtig die lokale und regionale Berichterstattung für die Demokratie ist», sagt Simon Jacoby, Co-Präsident des Verbands Medien mit Zukunft und Chefredaktor von Tsüri.ch, laut einer Mitteilung.
«Damit wir es schaffen, muss ein Ruck durch die Schweiz», so Camille Roseau, Präsidentin des Komitees und Co-Präsidentin des Verbands Medien mit Zukunft, in der Mitteilung.

«Es ist entscheidend, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wissen, was bei dieser Abstimmung auf dem Spiel steht», sagt Camille Roseau weiter. «Vielen Lokalmedien droht das Aus. In den letzten zehn Jahren ist jede fünfte Zeitung verschwunden. Mit dem Medienpaket können wir das Zeitungssterben aufhalten.»

Deshalb mobilisiert das Komitee «Ja zur Medienvielfalt» zudem mit einem neuen Online-Tool, mit dem Menschen für ihr regionales Radio und ihre Lokalzeitung einstehen und Farbe für ein Ja zum Mediengesetz bekennen können.

Auch Gewerkschaften mobilisieren

Die Mediengewerkschaften Syndicom und Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) sehen den bisherigen Trend ebenso als umkehrbar und mobilisieren angesichts der populistischen Gefahren für ein Ja an der Urne. 

Hervorzuheben sei die Situation der Arbeitnehmenden in der Frühzustellung, die massgeblich durch das Medienpaket verbessert würde, heisst es in einer Mitteilung von Syndicom. Bei der Frühzustellung herrschen tiefe, kaum regulierte Löhne und harte Arbeitsbedingungen. Dies soll sich nun endlich bessern, denn das Medienpaket beinhaltet eine Pflicht zur Verhandlung eines Gesamtarbeitsvertrags, heisst es weiter. (pd/mj)


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