Herr Schawinski, Gratulation zu Ihrem neuen Job. Wie sind Sie dazu gekommen?
Es hat sich irgendwie aus Gesprächen ergeben …
Verspüren Sie eine gewisse Nostalgie, wenn Sie wieder an Ihren alten Arbeitsort zurückkommen?
Back to the roots ist doch immer spannend. Und in diesem Fall besonders überraschend, dies nach all den Jahren bei Sat.1, SRF und Blue.
Wodurch unterscheidet sich Ihre Erfindung «TalkTäglich» von «Schawinski», den Gesprächssendungen bei SRF oder Blue TV, die Sie danach gemacht haben?
Das Konzept ist immer dasselbe. Ein spannendes Gespräch zwischen zwei Menschen, die sich voll einbringen und jederzeit Unerwartetes und Neues liefern können. Also kein Gesäusel, wie es heute vielerorts üblich ist.
Ihr letztes «TalkTäglich» machten Sie vor bald 22 Jahren. Mögen Sie sich noch daran erinnern?
Ich nicht. Sie sicher, oder?
Inwiefern hat sich der Fernsehtalk in dieser Zeit verändert?
Das kritische TV-Interview habe ich bei SRF bereits vor knapp 50 Jahren im «Kassensturz» eingeführt. Seither habe ich Tausende solcher Sendungen bestritten. Für mich ist das Eins-zu-Eins die höchste und reinste Form überhaupt. Sie funktioniert nur, wenn man sich für beide Teilnehmer interessiert, also für den Interviewer und den Interviewten zugleich.
Und Sie – abgesehen vom Alter – als Moderator?
Es gab in letzter Zeit Rückmeldungen, dass ich immer besser und abgeklärter geworden bin. Irgendwie kann ich das nicht glauben.
Sie machen nun zehn Sendungen «Schawinski», wie schon bei SRF und Blue TV. Welches ist das Konzept?
Ich werde in den ersten sechs Sendungen wichtigen Exponenten der grossen Parteien auf den Zahn fühlen, dann Tutti-Frutti.
Haben Sie bereits eine Probesendung gemacht?
Nein. Es geht erst so richtig nach der Sommerpause los, also genau dann, wenn der Wahlkampf in die Gänge kommt, und dies in einem völlig neuen Studio. Ich werde bis zum Wahltermin in den ersten sechs Sendungen wichtige Exponenten der grossen Parteien einladen und ihnen auf den Zahn fühlen.
Wann starten Sie genau?
Die erste Sendung läuft am Dienstag, 5. September, und dies auf allen regionalen Kanälen der CH-Media-Gruppe, also in einem Grossteil der Deutschschweiz – und natürlich in den wichtigsten Kabelnetzen.
Sind Sie eigentlich noch nervös vor so neuen Herausforderungen?
Nervös nicht, aber engagiert und motiviert. Jede Sendung ist eine Premiere und funktioniert nur, wenn man sein Bestes gibt.