10.07.2018

Mediapulse

Jeder Dritte schaut Schweizer Fernsehen

Die drei SRF-Sender erreichen im 1. Halbjahr zusammen einen Marktanteil von 33,7 Prozent. Einen Aufwärtstrend in der werberelevanten Zielgruppe vermeldet TeleZüri. Interessant sind auch die Zahlen bei den konzessionierten Sendern.
Mediapulse: Jeder Dritte schaut Schweizer Fernsehen
SRF 1 und SRF zwei führen die Grafik der Marktanteile im Schweizer TV-Markt an. (Bild: Christian Beck)
von Christian Beck

Die Reichweiten der Fernsehsender sind im 1. Halbjahr 2018 im Vergleich zur Vorjahresperiode ausgesprochen stabil, dies über alle Sprachregionen hinweg. In der Deutschschweiz ist auch die Nutzungsdauer im Vorjahresvergleich so gut wie unverändert, wie Mediapulse in einer Mitteilung schreibt. So verbringt im Schnitt jeder erwachsene Deutschschweizer (ab 15 Jahren) jeden Tag 134 Minuten vor der Flimmerkiste. Sieben Minuten weniger als im Vorjahr mit den TV-Programmen verbracht haben die Westschweizer, die Tessiner schauen gar zehn Minuten weniger lang fern.

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Die drei Fernsehsender SRF 1, SRF zwei und SRF info zusammen erreichten von Januar bis Juni 2018 einen Marktanteil von 33,7 Prozent («Overnight»-Wert). Zur attraktivsten Sendezeit, am Hauptabend zwischen 19 und 22.30 Uhr, lag der Marktanteil gar bei 41,7 Prozent, wie SRF in einer Mitteilung schreibt. Mit im Schnitt 1,6 Millionen Zuschauenden avancierte das Schweizer Gruppenspiel gegen Brasilien an der Fussball-WM in Russland zur meistgesehenen TV-Sendung seit der Umstellung der Messmethode vor fünf Jahren (persoenlich.com berichtete). Meistgesehene SRF-1-Sendung im ersten Halbjahr war die «Tagesschau» vom 3. Januar mit 984’000 Zuschauenden.

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Das Publikum setzte im SRF-Programm genauso auf langjährige Erfolgsformate wie «Der Bestatter» (Marktanteil: 39,8 Prozent), «Auf und davon» (Marktanteil: 40,1 Prozent) oder «SRF bi de Lüt – Unser Dorf» (Marktanteil: 35,7 Prozent) wie auf neue Produktionen: Den «DOK»-Film «Der Wildheuer» verfolgten 654’000 Personen (Marktanteil: 34,8 Prozent), die Samstagabendshow «50 Jahre Hitparade» 547’000 Personen (Marktanteil: 31,9 Prozent) oder «Emil – No einisch!» zu Emil Steinbergers 85. Geburtstag 696’000 Zuschauende (Marktanteil: 38 Prozent), heisst es in der SRF-Mitteilung weiter.

Teleticino, Telebasel und Canal 9 legen zu

Beim Blick auf die Auswertung der konzessionierten Regional-TV-Sender zeigt sich, dass die stärksten drei – Tele M1, TeleBärn und Tele 1 – im ersten Halbjahr 2018 gegenüber der Vorjahresperiode verloren haben. Die nächsten drei Sender in der Rangliste – Teleticino, Telebasel und Canal 9 – haben hingegen in ihren Konzessionsgebieten zugelegt. «Wir sind diejenigen, die am stärksten gewachsen sind», sagt Telebasel-Chefredaktorin Karin Müller stolz zu persoenlich.com.


Laut einer weiteren Auswertung wird klar, dass die Regional-TV-Sender auch ausserhalb ihres Konzessionsgebietes viele Zuschauer haben. So erreicht beispielsweise Tele M1 im Konzessionsgebiet 105'800 Zuschauer, in der ganzen Deutschschweiz sind es 146'800. Noch deutlicher der Unterschied bei TeleBärn: Sind es im Konzessionsgebiet 83'000 Zuschauer, erreicht der AZ-Sender in der Deutschschweiz 146'400 Personen. Bemerkenswert: Die Sender Tele 1, Telebasel oder TVO erreichen in der ganzen Deutschschweiz doppelt so viele Zuschauer wie nur im eigenen Konzessionsgebiet.

TeleZüri vermeldet Aufwärtstrend

Gejubelt wird auch im Zürcher Steinfels-Areal. TeleZüri, grösster (nicht konzessionierter) Schweizer Regional-TV-Sender, konnte im ersten Halbjahr 2018 seinen Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe der 15- bis 59-Jährigen in der Deutschschweiz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 34,5 Prozent steigern (Montag bis Sonntag, live). Gegenüber dem Gesamtjahr 2017 beträgt der Anstieg in den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres im selben Alterssegment 28,6 Prozent, wie der Sender in einer Mitteilung schreibt.

Erfreulich seien auch die Zuwachsraten des Tele Regio Combi (TRC), dem Vermarktungs-Kombi der regionalen TV-Sender TeleZüri, Tele M1, TeleBärn, TVO, Tele 1 und Telebasel. Der Marktanteil in der Zielgruppe der 15- bis 59-Jährigen stieg im ersten Semester 2018 im TRC gegenüber der Vorjahresperiode um 22 Prozent (Montag bis Sonntag, live). Die Zahlen seien umso bemerkenswerter, da im 1. Halbjahr 2018 mit den Olympischen Spielen in Südkorea und der Fussball-Weltmeisterschaft in Russland starke Konkurrenz im TV-Markt aufgewartet habe.

 



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