16.07.2007

Sat.1

Jobabbau steht bevor

Neue Eigentümer wollen bei den Informationssendungen sparen.

Bei der Sendergruppe ProSiebenSat.1 kommt es womöglich zum Aderlass: Wie der Spiegel berichtet, bestehen Pläne zu einem Jobabbau, von dem konzernweit bis zu 200 Mitarbeiter betroffen sein sollen -- allein 60 davon bei Sat.1. Im Laufe der Woche soll Konzernchef Guillaume de Posch Details zum anstehenden Personalabbau bekannt machen.

Erst vor wenigen Wochen hat ProSiebenSat.1 die Fusion mit dem TV-Konzern SBS vollzogen. Nun sollen laut Spiegel dem Renditedruck der neuen Eigentümer, den Finanzinvestoren KKR und Permira, vor allem die Informations- und Nachrichtensendungen zum Opfer fallen. Laut einem Insider würde die quotenstarke Sendung "Sat.1 am Mittag" ganz wegfallen, ebenso gestrichen werden sollen auch "Sat.1 am Abend" und Sat.1 News -- die Nacht", bei der "Blitz"-Redaktion stünden womöglich Kürzungen an.

Noch vor Kurzem hatten Finanzchef Lothar Lanz und Permira-Deutschland-Chef Thiomas Krenz beteuert, es werde keinen Stellenabbau geben. Inzwischen räumt laut Spiegel selbst de Posch ein, dass ein solcher Schritt bevorstehe. Sein Ziel ist es, die Rendite der Sendergruppe in den kommenden Jahren von derzeit 22.2 Prozent auf bis zu 30 Prozent zu steigern.


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