Aus Protest gegen die geplante Übernahme durch Medienmogul Rupert Murdoch sind am Donnerstag rund 200 Journalisten des Traditionsblattes Wall Street Journal nicht zur Arbeit erschienen.
"Wir sind überzeugt, dass die verlegerische Freiheit von einem Eigentümer abhängt, der sich der journalistischen Unabhängigkeit verpflichtet fühlt", erklärten die Journalisten laut der Gewerkschaft IAPE. Bei der Zeitung arbeiten rund 700 Journalisten, 600 davon in den USA.
Das Wall Street Journal gehört zum Medienkonzern Dow Jones, für den Murdochs News Corp 5 Mrd. Dollar geboten hat. Die Dow-Jones-Eigentümerfamilie Bancroft hatte sich nach anfänglichem Widerstand zu Verhandlungen bereit erklärt. Murdoch soll versichert haben, dass die journalistische Unabhängigkeit des Blattes nach der Übernahme gewahrt bleibt.

