05.05.2022

Impressum / PVbB

Journalisten-Verbände fordern mehr Schutz

Nach einem Angriff auf einen Pressefotografen am 1. Mai in Basel wird der Ruf nach Schutzmassnahmen laut.

Am Tag der Arbeit, dem 1. Mai 2022, wurde in Basel während des Umzugs ein Fotograf der Basler Zeitung von Unbekannten angegriffen. Die Vermummten, die laut einer Mitteilung «dem sogenannten Schwarzen Block zuzuordnen sind und zahlreiche Sachbeschädigungen an Gebäuden begingen, bedrohten den Journalisten, schlugen ihm ins Gesicht und versuchten anschliessend, seine Fotoausrüstung zu entreissen». Obwohl die Szene von mehreren Demoteilnehmern beobachtet worden sei, sei niemand zu Hilfe geeilt. Am Tag nach dem Vorfall habe die Polizei Ermittlungen gegen die unbekannte Täterschaft aufgenommen.

Impressum und der Presseverband beider Basel (PVbB), denen der Journalist angeschlossen ist, verurteilen diesen Angriff aufs Schärfste. «Der Kollege wurde nicht nur in Ausübung seines Berufs behindert und eingeschüchtert, sondern verbal und tätlich angegriffen. Mit grosser Besorgnis müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass solche Vorgänge in den letzten Monaten wiederholt stattgefunden haben», heisst es in der Mitteilung.

Die Verbände fordern einerseits von der Polizei, dass sie Übergriffe auf JournalistInnen sofort unterbindet und ahndet, wenn sie Kenntnis davon hat. Da Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten häufiger werden, sei es Aufgabe der Behörden, bei allen Ereignissen Journalistinnen und Journalisten besonders zu schützen. Im Zentrum stehe dabei, dass sie ihre Aufgabe erfüllen können, die im öffentlichen Interesse stehe.

Andererseits fordern die Berufsverbände von den Organisatoren solcher Anlässe, dass sie sich klar von Gruppierungen distanzieren, «die mit ihrem Verhalten letztendlich die Pressefreiheit in der Schweiz gefährden». Gewisse Journalistinnen und Journalisten würden sich an Demonstrationen kaum mehr getrauen, ihrer Arbeit nachzugehen – oder würden nur noch mit Personenschutz filmen oder fotografieren. «Dies sind Zustände, die wir nicht tolerieren können.» (pd/cbe)



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