07.09.2008

Kander-Drama

Kadi klagt gegen Ringier und SI

Herausgabe des Gewinns der Zeitschrift gefordert.

Der Anwalt des Kommandanten, der in das Schlauchboot-Unglück auf der Kander vom 12. Juni involviert war, will gerichtlich gegen die "Schweizer Illustrierte" (SI) und die Ringier AG vorgehen. Er hat letzte Woche Klage eingereicht. Sie lautet auf Verletzung des Persönlichkeitsschutzes. Ringier-Kommunikationschef Stefan Hackh bestätigt den Eingang der Klage gegenüber der Zeitung "Sonntag", will diese aber nicht weiter kommentieren.

Anlass des Rechtsstreits ist ein Bericht der SI über das Kander-Drama, bei dem fünf Soldaten bei einer Flussfahrt den Tod fanden. Die Illustrierte nannte den Kommandanten mit vollem Namen und zeigte ein Bild, auf dem dieser erkennbar war. Das Foto zeigte ihn von vorne, ohne schwarzen Balken vor den Augen und nicht gepixelt. Dies stelle eine Verletzung der Persönlichkeit dar, heisst es in der Klage.

Zudem habe der Kommandant keine Möglichkeit erhalten, Stellung zu nehmen zu den Vorwürfen, die ihm Bericht gegen ihn erhoben wurden. Sein Anwalt verlangt eine Herausgabe des Gewinns, den die Schweizer Illustrierte mit dieser Ausgabe erzielt hat.


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