21.08.2026

Rundfunk

Keine Auktionen von UKW-Konzessionen

Das Bundesamt für Kommunikation wird im Herbst 2026 die UKW-Konzessionen für Radioveranstalter erteilen. Da für die ausgeschriebenen Frequenzpakete keine konkurrierenden Gesuche eingegangen sind, findet keine Auktion statt.
Rundfunk: Keine Auktionen von UKW-Konzessionen
Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) wird die UKW-Konzessionen für die Verbreitung von Radio im Herbst 2026 erteilen. (Bild: Keystone/Petra Orosz)

Für die an einer UKW-Verbreitung interessierten Radios seien ausreichend Frequenzen vorhanden, schrieb das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Freitag in einer Mitteilung. Eine Vergabe mittels Auktionsverfahren sei nicht erforderlich.

Das Bakom hatte Ende Mai zwanzig UKW-Frequenzpakete in 13 Regionen der Schweiz ausgeschrieben. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist seien 19 gültige Gesuche von Radios ohne Leistungsauftrag eingegangen. Da zu keinem der Frequenzpakete mehr als ein Gesuch vorliege, werde das Bakom den Radioveranstaltern die beantragten Funkkonzessionen direkt erteilen.

Die Gesuche der SRG und der konzessionierten Radios mit Leistungsauftrag bezüglich ihrer bisher genutzten UKW-Frequenzen werden laufend bearbeitet, wie das Bakom weiter schrieb. Die Funkkonzessionen werden ebenfalls im Herbst erteilt.

Abkehr von Abschaltung

Eigentlich war geplant gewesen, den UKW-Rundfunk per Ende 2026 einzustellen. Danach sollten alle Radioprogramme über die DAB+-Technologie verbreitet werden. Das Parlament verlangte jedoch im vergangenen Dezember mit einer Motion, UKW noch länger anzubieten. Grund war die Befürchtung, dass die Hörerschaft von noch über UKW sendenden Privatradios zu ausländischen Programmen wechseln könnte, statt sich DAB-fähige Geräte anzuschaffen.

Die SRG kündigte nach dem Parlamentsentscheid an, wieder auf UKW zu senden. «Ein vollständiger Verzicht auf UKW hätte nur Sinn gemacht, wenn per Ende 2026 die gesamte Branche UKW abgeschaltet hätte», hiess es damals. Die SRG könne es sich nicht leisten, weiterhin auf UKW und damit auf viele Hörerinnen und Hörer zu verzichten. (sda/cbe)


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KOMMENTARE

Beat Sieber
22.08.2026 13:20 Uhr
Das ganze Theater wäre nicht passiert, hätte man vor zehn Jahren eine Koexistenz-Lösung DAB und UKW angestrebt. Aber die SRG-Einschwätzer haben Frau Leuthard auf die falsche Lösung geführt. Das Bakom hat auch keinen guten Job gemacht und einen Wildwuchs von UKW-Kleinsendern zugelassen. Die Kleinsender haben Frequenzen verschwendet und waren überflüssig. Für die Versorgung hätten viel weniger Sender gereicht. Hätte Platz gegeben für weitere Programme. Heute haben wir zu viele und zu teure DAB-Sendernetze, deren Kapazität gar nicht voll genutzt wird. Die Werbung wandert ab zu den US-Datenkraken.
Hannes
21.08.2026 13:34 Uhr
Ich hoffe, dass die Sender kostendeckende Preise für die UKW Verbreitung zahlen müssen.
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