07.12.2005

SF

Keine Stargagen für News-Moderatoren

Für Niemetz sind Löhne am "untersten Limit".

Die Aushängeschilder der News-Sendungen verdienen beim Schweizer Fernsehen keine Stargagen. Dies enthüllt das Fernseh-Magazin TV-Star in seiner neusten Ausgabe. Die Recherchen von TV-Star haben ergeben, dass die Moderatoren bei den Haupt-Nachrichtensendungen von SF für ein 100-Prozent-Pensum durchschnittlich rund 8300 Franken netto im Monat verdienen. Bei diesem Gehalt ist eine monatliche Moderationszulage von 500 Franken bereits inbegriffen.

Die von TV-Star geschätzten Netto-Löhne der Schweizer News-Stars:

Franz Fischlin ca. 7400 Franken (90-Prozent-Pensum); Heiri Müller ca. 8500 Franken (100-Prozent-Pensum); Béatrice Müller ca. 8300 Franken (100-Prozent-Pensum), Susanne Wille ca. 6500 Franken (80-Prozent-Pensum), Stephan Klapproth ca. 6400 Franken (60-Prozent-Pensum); Daniela Lager ca. 7100 Franken (80-Prozent-Pensum); Katja Stauber ca. 4500 Franken (50-Prozent-Pensum).

"Das ist schon bitter und am untersten Limit", kommentiert der ehemalige Starmoderator Alexander Niemetz (62), bis 2000 Leiter und Anchorman des "Heute-Journal" beim ZDF, die Löhne seiner Schweizer Kolleginnen und Kollegen. Der gebürtige Solothurner weiter: "Für solch eine Spitzencharge in der TV-Branche und auch im Vergleich mit dem Ausland ist dies eindeutig unterbezahlt."

Laut Niemetz kassiert in Deutschland beim ZDF und bei der ARD ein Nachrichtensprecher der News-Hauptausgabe umgerechnet zwischen 18'000 und 20'000 Franken im Monat. Bei den Schweizer TV-Nachrichtenstars ist das Lohnfrustpotenzial hoch.


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