Konzern prüft Verkauf der Regionalzeitungen

DuMont - Die Kölner Mediengruppe veräussert möglicherweise Teile des Portfolios. Verschiedene Optionen würden geprüft.

Der Medienkonzern DuMont stellt sein Firmenportfolio aus Regionalzeitungen, Fachmedien und Marketingtechnologie auf den Prüfstand. «Dies beinhaltet unter anderem auch die mögliche Veräusserung von Teilen des Portfolios der Mediengruppe», teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Dem deutschen Branchenmagazin «Horizont» zufolge will sich DuMont von seinen Regionalmedien trennen, darunter der «Kölner Stadt-Anzeiger», der «Express», die «Berliner Zeitung» und die «Hamburger Morgenpost». Dazu äusserte sich DuMont nicht, sondern erklärte lediglich, verschiedene Optionen der strategischen Ausrichtung zu prüfen.

Der Kölner Familienkonzern, dem auch der «Bundesanzeiger» gehört, übernahm die «Berliner Zeitung» und die «Hamburger Morgenpost» vor zehn Jahren vom Mecom-Konzern des britischen Investors David Montgomery, der sich nach einem Intermezzo aus der deutschen Zeitungsbranche verabschiedet hatte.

CEO von DuMont ist seit Oktober 2013 Christoph Bauer (persoenlich.com berichtete). Bauer hatte auch in der Schweiz Führungspositionen, so bei der NZZ-Gruppe, Ringier und zuletzt bei den AZ Medien, wo er bis Ende 2012 CEO war.

DuMont geht auf eine 1620 in Köln gegründete Druckerei zurück und ist seit 1664 im Zeitungsgeschäft aktiv. Aus dem Geschäft mit Regionalzeitungen hatte sich 2014 der Medienkonzern Axel Springer zurückgezogen. Die Gruppen um die «Berliner Morgenpost» und das «Hamburger Abendblatt» gingen damals an die Essener Funke-Mediengruppe, deren Stammblatt die «WAZ» ist. (awp/sda/reu/cbe)