Vitória Guimarães aus Portugal und der FC Basel trennten sich im Qualifikationsspiel um die Teilnahme an der Champions League 0:0. Weit spannender als der Match war der Krimi um die Übertragungsrechte. Wie Dominik Prétôt, Geschäftsführer von Telebasel, in einem Communiqué erklärte, war das Spiel für alle Schweizer Fernsehzuschauer nur zu sehen, nachdem der Regionalsender das Ersterwerbsrecht der Übertragung aus Portugal freiwillig dem Schweizer Fernsehen abgetreten hatte.
Noch bis Dienstagabend war die Übertragung teilweise in Frage gestellt. Mit zunehmendem Erwartungsdruck der Fernsehzuschauer habe Telebasel Verhandlungen mit den Inhabern der Übertragungsrechte in Portugal aufgenommen. Gleiches tat das Schweizer Fernsehen. Wobei die Portugiesen am Mittwoch nur noch mit dem SF verhandelten. Telebasel wurde auf den Weg der Kommunikation per SMS verwiesen. Dies mit dem Resultat, dass Telebasel um 13.15 Uhr Bescheid aus Portugal erhielt: "You will have the Match exklusively on TV." Erst anschliessend kam das Gespräch im Interessensdreieck SF, Telebasel und FCB wieder in Gang. Um 15.00 Uhr kam eine volle Verständigung zustande, welche nach Klärung der technischen und juristischen Details um 16.20 Uhr zur gegenseitigen Gewissheit wurde.
Auf SFzwei war nur die zweite Halbzeit live zu sehen. Auf TSI 2 war jedoch die ganze Partie zu verfolgen. Telebasel sendete beide Halbzeiten in deutscher Sprache. Der deutsche Kommentar war in der ersten Halbzeit also exklusiv auf dem Regionalsender zu hören.

