21.01.2021

CH Media

Kritik an CNN-Übertragung zur Inauguration

Francesco Benini bezeichnet die Übertragung des Nachrichtensenders als «Schleimspur so breit wie der Potomac».
CH Media: Kritik an CNN-Übertragung zur Inauguration
«Der Sender CNN informiert nicht, sondern betreibt Werbung für die Demokraten», schreibt Francesco Benini. (Bild: Screenshot CNN)

Die Berichterstattung zur Amtseinführung von Joe Biden auf CNN fand nicht ungeteilte Begeisterung. So empfand CH-Media-Journalist Francesco Benini, ansonsten vor allem durch seine kritischen Artikel über das Schweizer Fernsehen bekannt, die Übertragung des meistgesehensten und bekanntesten Nachrichtensenders der Welt, als «Schleimspur so breit wie der Potomac». Benini bemängelt in den Zeitungen von CH Media, dass CNN aus den ganzen Inaugurations-Feierlichkeiten einen «langen Werbespot für die Demokratische Partei» gemacht habe.

Heiliger im Weissen Haus

CNN stelle den neuen US-Präsidenten als «Heiligen dar, der ins Weisse Haus einzieht, nachdem der Teufel nach Florida entschwunden ist.» Die Lobhudelei, so Benini, habe keine Grenzen gekannt. Das sei kein Journalismus mehr, sondern die schamlose Parteinahme für einen Poltiker. Beninis Text gipfelte in der Aussage: «CNN berichtete wie Fox. Nur von der anderen Seite.» (ma)

 



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Kommentare

  • Francesco Benini, 22.01.2021 15:19 Uhr
    Das Magazin "Politico" kommt zum gleichen Schluss, wenn auch wortreicher. "It's time to tone down the Biden adulation." https://www.politico.com/news/magazine/2021/01/21/tone-down-biden-inauguration-media-adulation-461122
  • Claude Bürki, 22.01.2021 13:58 Uhr
    Gewissen "Formaten" des Schweizer Staatsfernsehens zum Verwechseln ähnlich!
  • Thomas Sutter, 22.01.2021 11:30 Uhr
    Sandro Benini hat absolut recht. Jemand, der abwechselnd Fox oder CNN (oder noch schlimmer MSNBC) schaut, kann dem nur zustimmen. Beide Sender sind auf einem Auge vollständig blind und berichten extrem einseitig jeweils für ihre "Partei". Benini hätte aber genauso gut auch "Spiegel", "Süddeutsche" oder in der Schweiz den Tagi als Beispiele für eine beängstigend kritiklose Sicht von Biden oder "Die Weltwoche" für ein dauerendes Relativieren von Trump erwähnen können. Alle berichten oder schreiben für ihre Blase und am Ende verlieren die Medien bloss weiter an Glaubwürdigkeit. Schade!
  • Pierre Rothschild, 22.01.2021 10:16 Uhr
    Noch nie gab es einen Präsidenten, der in Israel so sehr "a mensch" war und ist wie Donald Trump. Warten wir ab, was uns Biden bringt. Die Zeiten sind schwer, für jeden Politiker.
  • Wolfgang Frei, 22.01.2021 09:55 Uhr
    Ich habe CNN auch gesehen. Das war der Live-Bericht über die traditionelle Zeremonie, mit der der neue Präsident gefeiert wird und sicher kein Anlass für eine kritische «journalistische» Analyse. Ärgerlich der überrissene Vergleich mit Fox News, dem “Lautsprecher der rechten Populisten» (NZZ). Zur Fox-Berichterstattung der Inauguration die Süddeutsche Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/medien/hannity-biden-trump-foxnews-1.5181616
  • Victor Brunner, 22.01.2021 09:33 Uhr
    Benini peinlich. Scheinbar noch nie etwas von wegzappen gehört. NTV, BBC und andere haben die Inauguration übertragen. Ich habe mich für Phoenix entschieden. Gute Moderation, interessante Gesprächspartner. Aber auch da war das Aufatmen und Freude spürbar, aber dezent.
  • Anne-Catherine Eigner, 22.01.2021 08:55 Uhr
    Ach... un peu de générosité émotionale et intellectuelle, lieber Herr Benini! Vielleicht lags ganz einfach an der Freude, im Weissen Haus wieder Menschen zu sehen, im Sinne des yiddischen "a mensch". Ich würde das verstehen. Andererseits bin auch ich nicht frei von Vorurteilen, ich gestehe es. Zu Zeiten des Herrn Benini in der NZZaS dachte ich immer, weshalb er denn nicht direkt zur Weltwoche arbeiten geht....
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