19.02.2004

U1

Kritik an den Arbeitsbedingungen

Versprochene Einführung in den TV-Journalismus "schlicht lächerlich".

Der neue Schweizer Privatsender U1 gerät laut Tele wegen seinen Anstellungsbedingungen in die Kritik der Gewerkschaft: Knapp die Hälfte der rund 40 Mitarbeiter gelten als Praktikanten und arbeiten zu einem Gehalt von 1500 Franken. Ihnen versprach der Sender bei der Anstellung eine umfassende Einführung in den TV-Journalismus.

"Die Versprechungen, die gemacht wurden, sind schlicht lächerlich. Die sind in der Praxis nicht eingehalten worden", sagt Wolf Ludwig von Mediengwerkschaft Comedia. Ein Ausbildner weihte die Praktikanten lediglich tageweise in die Geheimnisse des TV-Journalismus ein. Zudem wurde ein Teil der Belegschaft zur "Vertiefung des Gelernten" zum Schwestersender TV Berlin geschickt. "Wir wurden dort nur rumgehetzt und bekamen obendrein den Frust unserer Kollegen zu spüren", erinnert sich einer der "Gastarbeiter" im aktuellen Tele.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen