Ladina Heimgartner, Head Media und CEO Ringier Medien Schweiz, hat die operative Leitung von EqualVoice per Anfang September übernommen. Als Grund nennt Ringier das Wachstum der Initiative in den vergangenen Jahren; sie solle dadurch stärker im operativen Medienbetrieb verankert werden. Der Wechsel fällt zeitlich mit der öffentlichen Lancierung einer KI-Anwendung zusammen, die Unternehmen beim Erkennen von Gender-Bias in eigenen Texten unterstützen soll.
«EqualVoice hat sich von einer Idee zu einer wirkungsvollen Bewegung entwickelt», lässt sich Bassler in einer Mitteilung zitieren. Sie freue sich, «die strategische Weiterentwicklung künftig als Vorsitzende der Advisory Boards aktiv zu begleiten». Heimgartner erklärt, Ziel sei es, «bestehende EqualVoice-Initiativen auszubauen, neue inhaltliche Schwerpunkte zu setzen und die Kraft unserer Medienmarken noch gezielter für Gleichstellung und Vielfalt zu nutzen».
Parallel dazu lanciert EqualVoice im September den «EqualVoice-Assistant» öffentlich. Das Tool wird laut Mitteilung bereits redaktionsintern eingesetzt – bei über 32'000 Artikeln pro Monat – und soll künftig auch Unternehmen und Organisationen zugänglich sein. Es erkennt beim Verfassen von Texten unbewusste Gender-Bias und Stereotypen und schlägt in Echtzeit Alternativen vor. Zudem soll das Partnernetzwerk EqualVoice United ausgebaut und gemeinsam mit der Business School IMD eine Masterclass für Führungskräfte entwickelt werden.
Das nationale Advisory Board erhält zwei neue Mitglieder: Tatjana Haenni war Schweizer Nationalspielerin und die erste Frau in der Geschäftsleitung des Schweizerischen Fussballverbandes. Nach Stationen bei Uefa, Fifa und der US-amerikanischen NWSL ist sie seit Anfang 2026 CEO von RB Leipzig. Deniz Kayadelen ist Wirtschaftspsychologin und war zuvor Leiterin Talent Management Consulting bei EY Schweiz. Als Extremschwimmerin hält sie mehrere Weltrekorde im Eisschwimmen und ist zudem Bestsellerautorin.
EqualVoice wurde 2019 von Bassler gegründet und steht unter dem Vorsitz von Verleger Michael Ringier und CEO Marc Walder. Die Initiative ist gemäss eigenen Angaben in sieben Ländern und über 32 Medienmarken aktiv und erreicht über 50 Millionen Menschen. (pd/cbe)


