Langjähriger Liestaler Verleger verstorben

Todesfall - Mathis Lüdin, der fast drei Jahrzehnte lang die Basellandschaftliche Zeitung (heute bz Basel) prägte, ist Ende Juli im Alter von 79 Jahren gestorben.

Gemäss einer Todesanzeige hat Lüdin «den langen Kampf gegen die unheilbare Krankheit verloren». Der Verleger trat Ende der 1970er-Jahre in die Fussstapfen seines Vaters Hugo Lüdin und baute die Basellandschafliche Zeitung mit Sitz in Liestal kontinuierlich aus. «Journalismus von hoher Qualität war Mathis Lüdin ein grosses Anliegen», schreibt die bz Basel in einem Nachruf. Zusammen mit Chefredaktor Franz C. Widmer bildete Verleger Lüdin ein erfolgreiches Gespann.

Unter Lüdins Führung wurde das Zeitungslayout mehrfach modernisiert und der Farbdruck eingeführt. 1992 erwarb er die katholische Nordschweiz, später wurde die Frühzustellung etabliert. 2007 verkaufte er die Zeitung an die AZ Medien (heute CH Media) und schied 2010 im Alter von 65 Jahren aus dem Unternehmen aus (persoenlich.com berichtete).

«Lüdin war ein Patron alter Schule», steht im Nachruf der bz Basel steht. In seinem bescheidenen Büro war die Tür oft offen für Anliegen der Mitarbeiter. Legendär waren die jährlichen Redaktionstagungen, wo in ungezwungener Atmosphäre über die Zukunft der Zeitung diskutiert wurde.

Mathis Lüdin folgt seiner zweiten Ehefrau Margreth Lüdin-Weibel, die bereits im Frühling 2024 nach langer Krankheit verstorben war. (nil)