19.09.2008

Mediengewerkschaften

Lohnerhöhung für Medienschaffende verlangt

Forderungen mit Teuerung begründet.

Medienschaffende sollen im kommenden Jahr real 3 Prozent mehr verdienen und einen Teuerungsausgleich von 2,5 Prozent erhalten. Dies fordert "impressum", der Verband der Schweizer Journalistinnen und Journalisten. Lohnerhöhungen für Medienschaffende in der Deutschschweiz seien in den letzten Jahren ausgeblieben --trotz wirtschaftlicher Erfolge, teilte "impressum" am Freitag mit. Mit der hohen Teuerung im Jahr 2008 seien die Einkommenseinbussen nicht mehr tragbar.

Während die Löhne 2007/08 in der Schweiz durchschnittlich um 2,4 Prozent gestiegen seien, hätten die Medienschaffenden selten davon profitiert. Seit der Kündigung des Gesamtarbeitsvertrages 2004 hätten viele Verleger nicht einmal den vollen Teuerungsausgleich gewährt. Deshalb und im Hinblick auf eine allfällige Konjunkturabschwächung fordert "impressum" den Erhalt der Kaufkraft durch einen Teuerungsausgleich von 2,5 Prozent. Zudem sollte Medienschaffenden endlich ihr Verdienst am Aufschwung gewährt werden mit 3 Prozent Reallohnerhöhung.

Auch die Mediengewerkschaft comedia fordert eine generelle Reallohnerhöhung von 100 Fr. pro Monat und den vollen Teuerungsausgleich. "Mit der höchsten Teuerung seit 15 Jahren sind für die meisten Lohnabhängigen die auf Anfang 2008 gewährten Verbesserungen schon längst dahingeschmolzen", heisst es in einem Communiqué von Anfang September. (sda)


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