13.12.2009

Franz A. Zölch

Medienrechtler hat hohe Betreibungen am Hals

November-Löhne für Mitarbeiter bis heute ausstehend.

Der Betreibungsregister-Auszug des Berner Star-Juristen Franz A. Zölch ist lang: Seit Januar 2007 haben sich 91 Forderungen über insgesamt 1'580'989 Franken angesammelt. In 21 Fällen wurde gar bereits die Pfändung vollzogen, wie die Zeitung "Sonntag" berichtet. Zölch akzeptiert die allermeisten Forderungen. Lediglich in fünf Fällen hat er gemäss dem Bericht Rechtsvorschlag eingelegt. Der Jurist betreibt seit 1983 in Bern die Praxis für Medien- und Werberecht "Franz A. Zölch & Partner". Daneben doziert er an verschiedenen Schulen. Als Präsident der Eishockey-Natonalliga (1995-2006) wurde er landesweit bekannt.

Dass Zölch finanzielle Probleme hat, bekommen auch seine sechs Mitarbeiter zu spüren: Die Novemberlöhne sind bis heute ausstehend. Gemäss mehreren Quellen kündigen bereits zwei Mitarbeiter fristlos. Zölch gibt gegenüber dem "Sonntag" zu, dass noch Lohnzahlungen ausstehen. Er betont aber: "Ich werde am Montag alle Löhne bezahlen." Auch sagt er, alle ausstehenden finanziellen Forderungen aus dem Betreibungsregister seien bis Ende Jahr vom Tisch. Gemäss Zölch haben seine Finanzprobleme den Ursprung in den Jahren 1999 bis 2001. "Aus diesen Jahren habe ich einige grosse Debitorenverluste. Konkret handelt es sich um Honorare, die nicht eingegangen sind und Aufträge, die ich so vorfinanzierte."


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