Die Grössenordnung der Sparmassnahmen für 2027 ist damit unverändert: 80 der bis 2029 nötigen 270 Millionen Franken, zu 95 Prozent über Strukturen, Prozesse und Herstellungsweisen – wie die SRG bereits im Juni kommuniziert hatte (persoenlich.com berichtete). Neu ist der Kaderabbau: Auf den drei obersten Führungsebenen sind die Stellen laut SRG inzwischen fast vollständig besetzt, ihre Zahl sinkt gegenüber 2024 um über 20 Prozent. Der Frauenanteil dort liegt nach eigenen – noch nicht abschliessenden – Angaben bei über 40 Prozent. «Die notwendigen Einsparungen verlangen von der gesamten SRG grosse Veränderungen. Entscheidend ist, dass wir diese jetzt verantwortungsvoll umsetzen», lässt sich Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina zitieren.
Generaldirektorin Susanne Wille erklärt dazu: «Wir sind unserem Publikum verpflichtet. Deshalb setzen wir den politischen Sparauftrag so um, dass möglichst viel von jedem Franken der Medienabgabe ins Programm fliesst.» Ein Teil des Stellenabbaus soll über Fluktuation und Pensionierungen erfolgen, für Kündigungen gilt der Sozialplan der SRG.
Die konkreten Auswirkungen auf Programm und Personal kommunizieren die vier Regionen diese Woche im Rahmen von Personalveranstaltungen: SRF am 14., RTS am 15., RSI am 16. und RTR am 17. September. Mit den Massnahmen für 2027 ist die Transformation nicht abgeschlossen – die weiteren Sparschritte für 2028 und 2029 will die SRG im Rahmen der Finanzplanung schrittweise konkretisieren. (pd/nil)