Mehrheit für Förderung von Print und Online

Umfrage zu Medienförderung - Am Donnerstag debattiert der Nationalrat über die Medienförderung. Eine Studie zeigt: 57 Prozent der Befragten wollen Print- sowie Onlinemedien mit öffentlichen Geldern unterstützen. Die Hälfte spricht sich gegen Unterschiede in der Förderung der beiden Gattungen aus.

Am kommenden Donnerstag debattiert der Nationalrat über das neue Massnahmenpaket des Bundesrates zur Förderung von Medien – auch über die finanzielle Unterstützung für Onlinemedien. Wie eine aktuelle Studie des gfs.bern in Auftrag vom Verband Medien mit Zukunft zeigt, befürwortet eine Mehrheit der Schweizer Stimmbevölkerung dieses Paket und spricht sich für die Gleichbehandlung von Print und Online aus.


85 Prozent der Befragten erachten Onlinemedien als wichtig, in den Rand- und Bergregionen sind diese Werte sogar noch höher. 57 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Branche der Meinung, dass sowohl Print- als auch Onlinemedien mit staatlichen Mitteln unterstützt werden sollen, heisst es in einer Mitteilung des Verbands zur Studie.

Das neue Mediengesetz wird laut den Ergebnissen von drei Vierteln der Schweizer Bevölkerung unterstützt. Über alle Parteigrenzen hinweg findet das Massnahmenpaket zur Förderung von Print- und Onlinemedien grosse Zustimmung. Anhängerinnen und Anhänger der SVP sind zu 54 Prozent für das neue Gesetz, bei der FDP und der CVP sind es 78 Prozent, bei GLP, SP und den Grünen liegt die Zustimmungsrate bei über 90 Prozent.

Das gfs.bern schreibt im Bericht zur Studie, dass den Stimmberechtigten bewusst sei, «dass Qualität nicht vom Übermittlungskanal abhängig ist». Und weiter: «Die Stimmberechtigten erachten es als richtig, dass der Staat die Medienvielfalt finanziell fördert, sofern die redaktionelle Unabhängigkeit der Medien dadurch nicht verletzt wird.

Die Relevanz der Medien gilt explizit auch für Onlinemedien. Man informiert sich (auch) via Onlinemedien über politische Ereignisse. Dabei müssen die Stimmberechtigten nicht auf Qualität verzichten.»

Die Studie wurde im Auftrag vom Verband Medien mit Zukunft eigenständig von der gfs.bern durchgeführt. An der repräsentativen Umfrage nahmen zwischen dem 25. August und dem 1. September 2020 710 Personen teil. (pd/wid)