25.06.2007

Facts

Mitarbeiter fordern Facts von der Konzernleitung

Petition für einen "fairen Sozialplan" lanciert.

Wenige Tage nachdem das Medienhaus Tamedia die Einstellung des Nachrichtenmagazins Facts beschloss, hat sich die Tonalität, in der die betroffenen Angestellten ihre Forderungen an die Konzernleitung richten, erheblich verschärft. In einer Petitionsschrift an alle Mitarbeiter der Tamedia machen die Facts-Angestellten ihrer Empörung Luft über das Vorgehen der Konzernleitung. Diese wolle "einseitig und ohne Mitsprache der Redaktion über die soziale Abfederung der Entlassungen" bestimmen. Ernsthafte Verhandlungen seien den Betroffenen bislang nicht zugesichert worden.

Die Angestellten von Facts hatten sich am Montagmittag getroffen, um ihre Situation zu besprechen. Laut der Mediengewerkschaft comedia zeigten sie sich enttäuscht darüber, dass die Konzernleitung bisher nicht bereit war, wie am Freitag beantragt, bereits am Montag in die Sozialplanverhandlungen einzusteigen. Sie befürchten, dass die Gespräche auf die lange Bank geschoben werden.

Die Personalversammlung forderte laut Comedia die Tamedia auf, die Verhandlungen sogleich zu starten, und nicht bis am Dienstag Abend zu warten. Zudem formulierte die Redaktionsversammlung bereits die wichtigsten Forderungen an einen fairen Sozialplan. Die Gewerkschaft moniert weiter, dass sich die von Tamedia gesetzte Mitwirkungsfrist bis Mittwoch als zu kurz erweise. Die Redaktion trifft sich am Dienstagmorgen, um das weitere Vorgehen zu beschliessen.


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