Moser attackiert Tamedia

AZ Medien - In der «Schweiz am Sonntag» rechnet Polit- und Medienjournalist Christof Moser vor, was man mit Toninis Vergütung und Bonus alles finanzieren könnte.

Unter dem Titel «Tamedia: Kein Bonus für Leser» greift Polit- und Medienjournalist Christof Moser in der «Schweiz am Sonntag» den Zürcher Konkurrenten direkt an. Moser stört sich an der Vergütung und dem Bonus von Tamedia-CEO Christoph Tonini in der Höhe von sechs Millionen Franken (persoenlich.com berichtete). Dies zeige, wie irrelevant Journalismus für Tamedia geworden sei. Moser rechnet vor: Mit dem Geld «liessen sich 40 zusätzliche Journalistinnen und Journalisten finanzieren. Oder 3000 Hintergrund-Artikel von Freien, doppelt so gut und damit anständiger honoriert als heute.» Die Gesamtvergütung für Christoph Tonini betrug 6 Millionen Franken. Davon war 1 Million Franken Salär und 5 Millionen Franken Bonus.

Stattdessen gebe es für die Leser nur noch Sparangebote, kritisiert Moser. «Online sind die Geschichten manchmal derart dünn, dass sie durchsichtig werden: Empörungs-Rülpser für die Reichweite im Werbemarkt», so der Medienkritiker ungewöhnlich hart. Auch die Printausgabe werde immer dünner und die Paywall sei ein «Flop». (rar)