08.05.2012

"SonntagsZeitung"

Neu mit Beilage encore!

Stil-Journalistin Silvia Aeschbach im Interview.

Das Magazin encore! von "Le Matin Dimanche" erscheint ab September neu auch als Beilage der "SonntagsZeitung" in der Deutschschweiz. Die bisherige Stil-Beilage Finest, die erst im April 2011 ins Leben gerufen wurde, ist per sofort eingestellt.

Die Redaktion von encore! übernimmt ein zweisprachiges Team in Lausanne und Zürich, das Geschichten aus beiden Kultur- und Sprachräumen berücksichtigen und gleichzeitig eine thematische Verankerung in der Deutschschweiz sowie der Romandie sicherstellen soll. Das encore!-Redaktionsteam wird mit Silvia Aeschbach verstärkt, die das Ressort Trend der "SonntagsZeitung" leitet und bisher auch für Finest verantwortlich war. Die Chefredaktion von encore! übernimmt die bisherige Leiterin und Gründerin von encore!, Renata Libal, gemeinsam mit Silvia Aeschbach.

Frau Aeschbach, nach der Stil-Beilage Kaufrausch wird nun auch Finest, nach gut einem Jahr, schon wieder eingestellt. Hat die "SonntagsZeitung" ein Stil-Problem?

Nein, vielmehr ein Luxusproblem – mit Finest eine erfolgreiche bestehende Luxus- und Lifestyle-Beilage und mit encore! eine Riesenchance, das erste nationale Stil-Magazin in zwei starken SonntagsZeitungen auf den Markt zu bringen.

Warum wird Finest nach einem Jahr schon wieder abgesetzt?

Für uns bei der "SonntagsZeitung" und für unsere Kolleginnen und Kollegen bei "Le Matin Dimanche" war nach ersten Gesprächen schnell klar, dass wir diese Chance nutzen müssen. Das Opfer, unsere erfolgreiche Beilage Finest nicht weiterzuführen, erbringen wir deshalb gerne.

Welche Rolle spielten Sparmassnahmen beim Entscheid für encore!?

Es gibt keine Sparmassnahmen. Im Gegenteil: Für encore! werden neue Stellen in der Deutschschweiz geschaffen.

Welches sind die inhaltlichen Unterschiede von Finest und encore!?

Das Themenspektrum ist dasselbe: Stil und Lifestyle auf einer gehobenen Ebene. Im Gegensatz zu Finest wird das nationale encore! im Zeitungsformat erscheinen. Das ist journalistisch wie auch inseratetechnisch spannend, weil es eine ganz andere, grosszügigere Inszenierung von Themen ermöglicht.

Sie versprechen in Ihrer Pressemitteilung "aussergewöhnliche Zugänge" zu Themen. Was muss man sich darunter vorstellen?

Die Tatsache, dass eine Redaktion aus Zürich und eine aus der Westschweiz ein gemeinsames Magazin produzieren wird, ist eine Herausforderung. Die Sichtweise auf das Ganze wird erweitert und es braucht bei jeder Geschichte eine Abstimmung. Das hat zur Folge, dass der optische Auftritt meist kongruent sein wird, die Geschichten aber auf die Bedürfnisse und die Kulter der Leserschaft abgestimmt werden.

Was wird der Leser von der sprachübergreifenden Zusammenarbeit merken?

Im besten Fall die Erfahrung, dass der Graben zwischen Deutsch- und Westschweiz doch nicht so gravierend ist. (pd/bn)


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