Neu gestartet im Rahmen des Veranstaltungsformats «NZZ Live» ist das Forum der NZZ am Sonntag: Jeden zweiten Dienstag empfängt Chefredaktor Jonas Projer interessierte Leserinnen und Leser zu einer Debatte zu einem aktuellen Thema – unkompliziert und spontan im vor kurzem eröffneten Restaurant «NZZ am Bellevue» in Zürich.
«Uns liegt sehr viel daran, den Dialog mit unseren Leserinnen und Lesern zu vertiefen», wird Jonas Projer in einer Mitteilung vom Mittwoch zitiert. «Mit dem Forum schaffen wir einen Raum, wo auch brisante und kontroverse Themen, die wir in unserem Blatt behandeln, im direkten Austausch weiter vertieft werden können – offen, kritisch und immer respektvoll.»
Die Première vom 14. September, als Projer mit seinen Gästen über die Ehe für alle diskutierte, hat sich laut Mitteilung als vielversprechend erwiesen: Passanten an der vielbegangenen Theaterstrasse seien spontan stehen geblieben, hätten zugehört und sich auch einmal eingemischt. Das nächste Forum findet am 19. Oktober statt. Der Eintritt ist kostenlos.
Drei Jahre «NZZ Live»
Ulrich Tukur, Simonetta Sommaruga, Elif Shafak: Das sind nur einige der Persönlichkeiten, die für «NZZ Live»-Veranstaltungen der kommenden Monate verpflichtet werden konnten. «Wir freuen uns sehr, einmal mehr ein hochkarätiges Programm präsentieren zu können – so, wie es unserem Anspruch seit der Gründung dieses Formats entspricht», sagt Silke Wolf, Leiterin von «NZZ Live». «Seit 2018 haben wir unser Angebot laufend erweitert. Immer geht es aber darum, dem Qualitätsjournalismus unserer Medien ein Gesicht zu geben, ihn für ein breites Publikum erlebbar zu machen – sei dies bei einem Gespräch, Spaziergängen zu besonderen Orten oder bei einem kulinarisch geprägten Abend.»
Das in erster Linie von Redaktorinnen und Redaktoren des Hauses NZZ kuratierte Angebot kommt laut eigenen Angaben sehr gut an: Seit dem Start von «NZZ Live» im Jahr 2018 gingen über 340 Veranstaltungen mit insgesamt über 36'000 Besucherinnen und Besuchern über die Bühne. Neben eher klassischen Formaten wie Debatten oder Podien («NZZ Podium», «Pro Global Talk») sind es auch neuere Angebote wie «Unplugged», wo ein Gespräch mit einer Performance kombiniert wird, oder «Genussakademie», wo Spitzenweine – und neu auch Gourmetspezialitäten – unter fachkundiger Begleitung verkostet werden, die auf ein hohes Interesse stossen.
«Zum einen ist es uns gelungen, mit innovativen Formaten ein jüngeres Publikum anzuziehen. Zudem konnten wir mit «NZZ Live» auch eine attraktive Plattform für Sponsoring- und Werbepartner etablieren»», erläutert Anke Brack, Leiterin Printpublikationen und Neue Geschäftsfelder. Die angesichts der Corona-Pandemie eingeführten Digital- und Hybridveranstaltungen konnten rasch etabliert werden und fanden ebenfalls grossen Anklang, sodass «NZZ Live» auch in Zukunft ausgewählte Streamingformate im Angebot haben wird.
Zu den Höhepunkten der kommenden Monate zählen unter anderem das Gespräch zwischen Bundesrätin Simonetta Sommaruga und «NZZ Folio»-Leiterin Aline Wanner über die politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen der Gegenwart am 5. November im Bernhard-Theater in Zürich; die «Unplugged»-Ausgabe «Ulrich Tukur spricht, singt und spielt» am 22. November, sowie eine Veranstaltung mit der renommierten türkischen Autorin Elif Shafak über «bedrohte freiheitliche Werte und das neue Miteinander», die am 2. März 2022 in Kooperation mit dem St. Gallen Symposium stattfinden wird. Das detaillierte Programm ist hier abrufbar. (pd/cbe)