03.10.2002

"On board" des Schweizer Regionalfernsehens

Per 1. Januar 2003 sorgt publisuisse für das Handling des Angebotes des TeleNewsCombi, dem Verbund der sieben grössten Deutschschweizer Regionalfernsehen. Ein entprechender Zusammenarbeitsvertrag wurde diese Woche unterzeichnet. Auf einer Schifffahrt auf dem Zürichsee wurden Kunden und Medien informiert. "persoenlich.com" war an Bord.
"On board" des Schweizer Regionalfernsehens

"Da die screen-up nicht stattgefunden hat, wollten wir mit einer eigenen Veranstaltung präsent sein.", erklärte Marcel Geissbühler (Bild), Geschäftsführer von TeleNewsCombi gegenüber "persoenlich.com". Die Zusammenarbeit von publisuisse und der Vereinigung der lokalen Fernsehstationen des TeleNewsCombi (TNC) findet in zwei Bereichen statt. Zum einen wickelt publisuisse künftig die Werbeaufträge des TNC ab, dazu wird das TNC als eigener Sender in das Buchungssystem der publisuisse, "publiplan", integriert. So sei das TNC für die Mediaagenturen überall sichtbar und planbar, an sieben Tagen pro Woche, rund um die Uhr, erläuterte Marcel Geissbühler. Zum anderen bieten die Partner ein Kombiangebot, den Infopool, an, der für die Werbeauftraggeber reduziertere Preise für den Werbeblock unmittelbar vor der Tagesschau sowie für den TNC-Werbeblock offeriert. "Durch den Vertrag mit publisuisse ergeben sich beste Synergien, sie ist für uns der Wunschpartner", freute sich Geissbühler.

"Da die screen-up nicht stattgefunden hat, wollten wir mit einer eigenen Veranstaltung präsent sein.", erklärte Marcel Geissbühler (Bild), Geschäftsführer von TeleNewsCombi gegenüber "persoenlich.com". Die Zusammenarbeit von publisuisse und der Vereinigung der lokalen Fernsehstationen des TeleNewsCombi (TNC) findet in zwei Bereichen statt. Zum einen wickelt publisuisse künftig die Werbeaufträge des TNC ab, dazu wird das TNC als eigener Sender in das Buchungssystem der publisuisse, "publiplan", integriert. So sei das TNC für die Mediaagenturen überall sichtbar und planbar, an sieben Tagen pro Woche, rund um die Uhr, erläuterte Marcel Geissbühler. Zum anderen bieten die Partner ein Kombiangebot, den Infopool, an, der für die Werbeauftraggeber reduziertere Preise für den Werbeblock unmittelbar vor der Tagesschau sowie für den TNC-Werbeblock offeriert. "Durch den Vertrag mit publisuisse ergeben sich beste Synergien, sie ist für uns der Wunschpartner", freute sich Geissbühler.

Das Regionalfernsehen hat Zukunft

Filippo Lombardi (Bild), Geschäftsführer des vor sechs Jahren gegründeten Privatsenders TeleTicino und Präsident Telesuisse (Verband der Schweizer Regionalfernsehen), referierte über die aktuelle und künftige Stellung des Regionalfernsehens. "Nach einer schwierigen Anlaufphase mit Toten und Verletzten scheint sich die Regionalfernsehlandschaft allmählich zu festigen", meinte er. Die anfänglichen Schwierigkeiten seien auf die starke Stellung der SRG zurückzuführen. Für die unmittelbare Zukunft erinnerte Lombardi an die vom Appenzeller Ständerat und Schweizer-Werbung-Präsident Carlo Schmid eingereichte Initiative für eine Teilrevision des RTVG. Diese hat zum Ziel, bereits ab 2003 eine Verbesserung im Bereich der Werbeunterbrechung zu erreichen. Die Chancen ständen nicht schlecht, der Ständerat habe mit Zweidrittelsmehrheit zugestimmt, allerdings rechne man im Nationalrat mit mehr Widerstand. Trotzdem: 55 Prozent Ja-Stimmen seien realistisch.

"Durch das Gebürensplitting wird die TV-Landschaft ab 2005 gesunden" rechnete Lombardi vor. Allerdings beständen noch Differenzen bezüglich der Anzahl Konzessionen. "Die Regierung will zehn bis zwölf, wir vom Verband wollen alle unsere 18 Mitglieder behalten."

"Alle Mitglieder-Stationen kosten zusammen rund 70 Millionen pro Jahr, 40 werden durch Werbung und Sponsoring eingenommen, 5 Millionen durch das bereits bestehende Gebührensplitting, und die restlichen 25 Millionen tragen die Aktionäre und Verleger, führte Lombardi die finanzielle Situation aus, "im Vergleich zu den Kosten der SRG ist das verschwindend wenig."

Lässt sich Werbewirkung messen?

Während das Fernseh-Schiff durch erste, morgendliche Wellen etwas ins Schwanken geriet, eröffnete Hans-Bernd Brosius (Bild), Professor für empirische Kommunikationsforschung an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und Direktor des Medieninstituts Ludwigshafen, seine Rede zum Thema Werbewirkung. Den Titel seines Vortrags aufgreifend, beantwortete er die Frage "Lässt sich Werbewirkung messen?" mit einem klaren Ja. Unklar sei jedoch die Frage nach dem Wie, Wann und bei Wem. Dennoch, Werbung müsse wirken, allein schon deshalb, weil so viele Leute daran forschten. "Studenten, die mir weismachen wollen, sie seien von Werbung unbeeinflusst, denen rate ich jeweils: Schauen sie in ihren Kühlschrank!"

Während das Fernseh-Schiff durch erste, morgendliche Wellen etwas ins Schwanken geriet, eröffnete Hans-Bernd Brosius (Bild), Professor für empirische Kommunikationsforschung an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und Direktor des Medieninstituts Ludwigshafen, seine Rede zum Thema Werbewirkung. Den Titel seines Vortrags aufgreifend, beantwortete er die Frage "Lässt sich Werbewirkung messen?" mit einem klaren Ja. Unklar sei jedoch die Frage nach dem Wie, Wann und bei Wem. Dennoch, Werbung müsse wirken, allein schon deshalb, weil so viele Leute daran forschten. "Studenten, die mir weismachen wollen, sie seien von Werbung unbeeinflusst, denen rate ich jeweils: Schauen sie in ihren Kühlschrank!"

"DIE Methode zur Messung der Werbewirkung gibt es nicht!", spitzte er seine Ausführungen zu. Nur ein interdisziplinäres Forschungsfeld könne der Komplexität der Sache gerecht werden. Die gängigen ökonomischen und psychologischen Modelle seien komplementär anzuwenden, da sie viele Faktoren unberücksichtigt liessen, plädierte er weiter. "Sinnvoll erscheint mir der Aufbau von Metadatenbanken, in denen die Ergebnisse von Einzelstudien aufgeführt und nach Parametern verdichtet werden. Doch dies erfordert eine Kooperation aller Beteiligten, was bei einer derart interessengeleiteten Branche schwierig werden dürfte." Für ein digitalisiertes Fernsehen der Zukunft prognostizierte er eine vereinfachte Anpassung der Werbung an die Vorlieben der verschiedenen Zielgruppen.

Auf die Frage, ob er denn seine Untersuchungen künftig in Zürich anstellen werde, meinte er zum Abschluss: "Es stimmt, die Universität Zürich ist bestrebt, mich hierher zu holen. Das ist recht komfortabel, denn so bemühen sich zwei Konkurrenten, die Unis in München und Zürich, um mich. Und das ist für einen Professor die beste Gelegenheit für eine Gehaltserhöhung!"


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen