28.06.2000

Peter Rothenbühler verlässt Tele24

Worüber die Branche schon länger Mutmassungen anstellte, ist am Mittwoch Realität geworden: Roger Schawinski und sein Programmchef Peter Rothenbühler gehen ab Ende Woche getrennte Wege. "Der Programmdirektor von Tele24/TeleZüri, Peter Rothenbühler, verlässt nach sechsmonatiger Amtszeit seine Position, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden. Er verlässt das Unternehmen in bestem und gegenseitigem Einvernehmen mit Roger Schawinski und wird auch weiterhin dem Sender zumindest über SonnTalk verbunden bleiben. Über seine neue Tätigkeit wird Peter Rothenbühler zu gegebener Zeit informieren. Roger Schawinski wird über die neue Leitungs- und Organisationsstruktur des Privatsenders in den nächsten Tagen informieren.", liess der Tele 24-Boss in einem knappen Pressecommuniqué wissen. Doch auch Peter Rothenbühler (Bild) hält sich bedeckt. "persoenlich.com" konnte ihm ein paar Fragen stellen.
Peter Rothenbühler verlässt Tele24

Herr Rothenbühler, warum werfen Sie bereits nach einem halben Jahr Fersehmachen das Handtuch?

Ich habe ganz einfach in diesen paar Monaten merken müssen, dass das Ganze nicht mein Ding ist.

Können Sie das präzisieren?

Nein, mehr will ich dazu jetzt nicht sagen. Nur soviel, dass ich gecheckt habe, dass dieser Job wirklich nicht meine Sache ist.

Was bedeutet das konkret für den Sender? Schliesslich sind Sie regelmässig am Bildschirm präsent.

Wie mit Roger Schawinski besprochen, werde ich erst einmal noch die SommerTalks moderieren. Und dann werde ich weiterhin an der wöchentlichen Gesprächsrunde SonnTalk teilnehmen.

Also haben Sie und Roger Schawinski sich nicht im Zorn getrennt, wie gemunkelt wird?

Nein, überhaupt nicht. Das Verhältnis zwischen Roger und mir ist weiterhin super.

Wie geht's jetzt bei Ihnen persönlich weiter?

Was ich in Zukunft machen werde, ist noch nicht spruchreif. Ich habe zwar bereits ein paar gute Ideen, aber schliesslich pressiert es mir ja auch nicht.

Wie Roger Schawinski ebenfalls am Mittwoch in einem Radio-Interview ausführte, hätten er und Rothenbühler beide die technischen Schwierigkeiten, die sich für den ehemaligen Zeitschriftenmann beim Medium Fernsehen ergeben würden, unterschätzt. Somit träffe ihn eine Mitschuld an Rothenbühlers Abgang.



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