In den kommenden Wochen wird der Bundesrat voraussichtlich die Konzessionen für die neuen DAB-Programme erteilen. Von privaten Anbietern liegen insgesamt 18 Bewerbungen für 8 Konzessionen vor. Ebenfalls bewirbt sich die SRG um zwei Konzessionen: Zum einen mit dem SRG-News-Programm mit Informationssendungen rund um die Uhr, zum anderen mit dem englischsprachigen World Radio Switzerland (WRS).
Wie der Tages-Anzeiger in seiner Freitagsausgabe schreibt, fordert nun der Zürcher FDP-Nationalrat Rolf Hegetschweiler in einer Interpellation an den Bundesrat, den Privatradios den Vorrang zu geben. 16 SRG-Programme seien "genug", sagt er. "Ich finde, dass der Service-public-Auftrag mit den bestehenden Sendern erfüllt werden kann und dafür nicht neue Sender aus dem Boden gestampft werden müssen."
Neues Radio-Angebot für Englisch-Sprechende
Dass die SRG für den Sender WRS eine neue, 20-köpfige Redaktion aus dem Boden stampft, leuchtet innerhalb der SRG nicht allen ein. "Mit einigen wenigen zusätzlichen Journalisten können wir problemlos die nationalen Informationen von WRS bestreiten -- und zwar nicht nur auf dem Internet, sondern auch am Radio", sagt Christoph Heri von Swissinfo gegenüber dem Tages-Anzeiger.
Bei der Nachfolgerin von Radion International arbeitet unter dem Dach der SRG bereits ein 14-köpfiges Redaktionsteam, das auf Englisch über Schweizer Politik, Wirtschaft und Gesellschaft berichtet. Mit WRS soll nun eine weitere Redaktion ein englisches Programm liefern -- freilich erneut finanziert mit Gebührengeldern.

