Public Eye sucht brisante Recherche-Projekte

Investigation Award - Der Preis fokusiert sich auf Machenschaften von Schweizer Unternehmen in benachteiligten Ländern.

Zum 50. Geburtstag hatte sich Public Eye 2018 mit dem «Investigation Award» einen lang gehegten Wunsch erfüllt (persoenlich.com berichtete). Die erste Ausgabe habe mit ihren über 50 Bewerbungen gezeigt, welch relevante und brisante Ideen in den Pipelines stecken – aber auch, dass viele Reporter, Korrespondentinnen und zivilgesellschaftliche Akteure nicht über die Ressourcen verfügen würden, um aufwendige Recherchen zu realisieren. Dass sich diese Investition lohnt, belegen die beiden Gewinnerprojekte von 2018, heisst es in einer Mitteilung. Dies habe Public Eye dazu bewogen, den Award im Zweijahresrhythmus weiterzuführen.

Zur Teilnahme eingeladen sind bis 9. März 2020 alle, die professionell recherchieren – neben Medienschaffenden also auch Mitarbeitende von NGOs oder wissenschaftlichen Institutionen. Die journalistische Arbeit soll bislang unveröffentlichte Fakten zu Menschenrechtsverletzungen, Umweltvergehen, Korruption oder illegitimen Finanzpraktiken einer Schweizer Firma oder Privatperson im Ausland ans Licht bringen.

Beurteilt werden die Einreichungen für das insgesamt 20'000-fränkige Stipendium wieder vom gleichen Gremium, zu dem Tamedia-Recherchechef Oliver Zihlmann, der Afrikaspezialist und ICIJ-Reporter Will Fitzgibbon und die New Yorker Journalismus-Professorin Anya Schiffrin gehören. Die restlichen drei Mitglieder der sechsköpfigen Jury stellt Public Eye. (pd/cbe)