01.11.2017

Public Eye

Award für investigativen Journalismus

Die Schweizer NGO vergibt zu ihrem 50-Jahre-Jubiläum ein Recherchestipendium im Wert von 20'000 Franken.
Public Eye: Award für investigativen Journalismus
Public Eye prämiert Recherchen, die Licht ins Dunkel bringen (Bild: Public Eye)

Seit 1968 kämpft Public Eye – bis 2016 unter dem Namen «Erklärung von Bern» – gegen Ungerechtigkeiten, die ihren Ursprung in der Schweiz haben – unter anderem mit journalistischen Methoden. Das 50-Jahre-Jubiläum nimmt die Organisation nun zum Anlass, ein oder maximal zwei Rechercheprojekte finanziell zu unterstützen. Die Recherche muss in Verbindung mit Geschäftspraktiken von Schweizer Firmen und/oder der Schweizer Politik stehen. Bedingung ist zudem, dass sie neue Einblicke in Bezug auf missbräuchliche Geschäftstätigkeiten in einem Entwicklungs- oder Schwellenland liefert – von Menschenrechtsverletzungen über Umweltverschmutzungen bis zu Korruptionsfällen und illegitimen Finanzgeschäften.

Die Recherche darf zuvor noch nicht publiziert worden sein. Das Endprodukt wird von Public Eye veröffentlicht, kann aber in Absprache mit der Organisation auch auf anderen Kanälen erscheinen.

Das Rechercherstipendium im Wert von 20'000 Franken soll via Crowdfunding finanziert werden. Public Eye garantiert, dass die Recherchen realisiert werden können. Projektanträge können bis 31. Januar 2018 eingereicht werden. Eine siebenköpfige Jury – drei davon sind Public-Eye-Mitarbeiter, vier sind externe Experten – fällt bis am 23. Februar die Entscheidung.

Die vollständige Ausschreibung sowie das Reglement sind auf der Website der NGO zu finden.

Am 13. November findet zudem im Kosmos Zürich eine Podiumsdiskussion statt. Unter Beteiligung von Public Eye wird über konzeptionelle Grenzgänge zwischen Aktivismus und Journalismus diskutiert. Gehostet wird der Anlass von Project R. (pd/maw)


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