In einem ausführlichen Interview in der Medienwoche hat sich SP-Nationalrätin Jacqueline Badran kürzlich nicht nur über den Zustand der Medien geäussert, sondern auch harsche Worte an die Adresse von Radio SRF gerichtet (persoenlich.com berichtete). Der für den kritisierten «Echo der Zeit»-Beitrag verantwortliche SRF-Bundeshausredaktor Oliver Washington nimmt nun in einer Replik Stellung zu den Vorwürfen.
Washington schildert darin, wie sich der Dialog zwischen ihm und Badran tatsächlich zugetragen hat – und hinterlegt als Beweis dafür ein MP3-Tonfile. «Es ist offensichtlich, dass dieser Dialog der Darstellung widerspricht, wie sie in der Medienwoche geschildert wurde», so der SRF-Journalist.
Ebenso widerspricht er Badrans Darstellung, die «huere fucking Glarner»-Aussage sei nicht autorisiert gewesen. «Der Bundesplatz war zu jenem Zeitpunkt ein öffentlicher, politischer Ort. … Jacqueline Badran ist als bekannte Nationalrätin zudem eine öffentliche Figur», so Washington zur Medienwoche. Zudem sei er mit dem SRF-Mikrofon in der Hand klar erkennbar gewesen. Badrans Statement zu Andreas Glarner sei eine «relevante öffentliche Aussage einer öffentlichen Person in einem öffentlichen, politischen Kontext» gewesen. (cbe)