In der Schweiz haben aktuell 31 Lokalradios und 13 Regionalfernsehstationen eine Konzession, die Ende 2024 ausläuft (persoenlich.com berichtete). Deshalb schreibt das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) die Veranstalterkonzessionen neu aus. In einer «Bakom Eilmeldung», die persoenlich.com vorliegt, hiess es nun, «dass sich die Ausschreibung der Neukonzessionierung aus organisatorischen Gründen verzögert». Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) werde sich bei den Radio- und TV-Veranstaltern melden, sobald das neue Publikationsdatum bekannt sei.
«Die Ausschreibungsunterlagen werden in den nächsten Tagen dem neuen Departementsvorsteher detailliert vorgestellt», so Uvek-Sprecher Francis Meier am Dienstag auf Anfrage von persoenlich.com. Anschliessend würden die Unterlagen auf der Website publiziert und die Öffentlichkeit mit einer Medienmitteilung informiert.
Mit dem «neuen Departementsvorsteher» ist Medienminister Albert Rösti gemeint, der das Amt von seiner Vorgängerin Simonetta Sommaruga übernahm. Sommaruga erklärte Anfang November überraschend ihren Rücktritt, dies nach einem Schlaganfall ihres Mannes. Die Verzögerung habe insofern mit dem Wechsel zu tun, «als dass Herr Bundesrat Rösti vorgängig über die Einzelheiten der Ausschreibung informiert werden möchte», so Meier weiter.
Gross dürfte die Verzögerung allerdings kaum sein. Die Ausschreibung der Veranstalterkonzessionen wurde «für voraussichtlich Anfang 2023» angekündigt. «An diesem Fahrplan hält das Uvek fest», betont Meier. Für die Radio- und TV-Sender habe die Verzögerung keine Konsequenzen.
Die neuen Konzessionen werden Anfang 2025 in Kraft treten und für zehn Jahre gelten.