Vor rund drei Wochen wurden die NZZ und CH Media Opfer eines Hackerangriffs durch sogenannte Ransomware. Mehrere Dienste der Zeitungen waren in den Tagen darauf davon betroffen (persoenlich.com berichtete). Nun bekennt sich im Darknet eine Gruppe namens Play zu den Angriffen, wie das Portal Inside-IT berichtet. Die Cyberkriminellen nennen als Opfer chmedia.ch, nzz.ch, vsdruck.ch und azmedien.ch. Erbeutet worden seien «private und persönliche vertrauliche Daten, Projekte, Gehaltslisten, Mitarbeiterinformationen und mehr». Den Medienhäusern stellt Play ein Ultimatum bis zum 24. April – danach würden die Dateien und Dokumente veröffentlicht.
«Wir wurden via NZZ durch das NCSC informiert, dass als Folge des Ransomware-Angriffs auch aus unserem Konzern Daten im Darknet angeboten werden. Aktuell ist uns nur ein sehr kleiner Datenabfluss bekannt, wobei die Analysearbeiten noch laufen», heisst es laut Inside-IT bei CH Media dazu. Man habe sofort nach Entdeckung des Angriffs die Behörden eingeschaltet und beurteile laufend die Situation. Karin Heim, Leiterin Unternehmenskommunikation der NZZ, erklärt gegenüber inside-it.ch: «Wir haben eine geringe Menge an Datenabfluss festgestellt. Welche Daten betroffen sind, ist Gegenstand der laufenden Abklärungen. Unsere Experten analysieren aktuell den Vorfall.»
Auf die Frage, ob eine Lösegeldforderung eingegangen ist, lässt CH Media laut dem Portal verlauten: «Uns sind keine weiteren Informationen zum Darknet-Angebot bekannt.» Wegen der laufenden Ermittlungen wolle man sich dazu auch nicht detaillierter äussern. (wid)