Regionalausgaben werden vorerst eingestellt

20 Minuten - Das Gratisblatt reagiert auf den Rückgang des Pendlerverkehrs und den Einbruch der Werbeeinnahmen. Ab sofort erscheint 20 Minuten nur noch in je einer Version für die Deutsch-, die Westschweiz und das Tessin. Zudem gibt es eine Zusammenarbeit mit Coop.

von Michèle Widmer

20 Minuten reagiert auf die wegbrechenden Werbeeinnahmen und stellt die Regionalausgaben ein. Dies heisst es in einer Mitteilung, die persoenlich.com vorab vorliegt. Ab sofort erscheint die Zeitung nur noch in je einer Version für die Deutsch- und die Westschweiz sowie – unverändert – das Tessin. Ein Grund dafür sei auch die veränderte Newslage – beispielsweise fallen die für die Regionen wichtigen Kultur- und Sportereignisse derzeit weg.

Aufgrund der Coronakrise folgen die Leserinnen und Leser den Aufforderungen des Bundesrates und bleiben wenn immer möglich zu Hause. In diesen Tagen finden deshalb nur noch «50 Prozent der normalen Auflage den Weg zu den Leserinnen und Lesern», heisst es in der Mitteilung dazu. Sobald sich die Lage normalisiere, würden die Regionalausgaben wieder wie gewohnt erscheinen.

20 Minuten hat als Reaktion auf die Coronakrise Kurzarbeit eingeführt, um die Arbeitsplätze möglichst langfristig zu sichern. Ein Stellenabbau sei entsprechend nicht vorgesehen, sagt Sprecherin Eliane Loum-Gräser auf Anfrage.

Zusammenarbeit mit Coop

Zudem informiert 20 Minuten über eine neue Partnerschaft mit dem Detailhändler Coop. So hätten 150 neue Boxenstandorte erschlossen werden können. Gespräche mit weitern möglichen Partnern würden derzeit laufen, wie Loum-Gräser sagt.