Die am letzten Sonntag abgeschlossene Meisterschaft der Axpo Super League 2006/07 hat, was das Publikumsinteresse betrifft, alle bisherigen Rekorde übertroffen. Dies vermeldete die Swiss Football League (SFL) am Donnerstag. 1'767000 Zuschauer sahen die 182 Spiele (inklusive Barrage) live in den Stadien. Rund 8,4 Millionen waren es vor den Bildschirmen.
Bezüglich TV-Verwertung stellte die abgelaufene Saison laut SFL eine Übergangsphase von einer ausschliesslichen Free-TV Berichterstattung hin zu einer hauptsächlichen Pay-TV-Präsenz dar. Sat.1 übertrug zum letzten Mal am Sonntagnachmittag 25 Spiele live. Die SRG sendete total zwölf Partien (inklusive Barrage). Bei diesen zusammen 37 Spielen registrierten die TV-Sender ein kumuliertes Zuschauertotal von 7,36 Millionen (Sat.1, SF2, TSR2, TSI2).
Über den Pay-TV-Kanal Teleclub wurden weitere 72 Partien der Axpo Super League live gezeigt. Teleclub schätzt, dass rund 1,1 Millionen Personen diese Spiele gesehen haben (15'000 pro Spiel). Konkrete Einschaltquoten liegen zum Pay-TV allerdings nicht vor.
Die durchschnittliche Einschaltquote liegt tiefer
Alles in allem ergibt sich gemäss SFL ein Rekordwert von geschätzten rund 8,4 Millionen Kundenkontakten kumuliert über die 109 Live-TVSpiele der Saison 2006/07. (Vorsaison: 8,2 Mio. bei 78 gezeigten Partien). Schaut man sich diese Zahlen an, muss der vermeldete Rekordwert wohl relativiert werden. Schliesslich haben die gegenüber der vergangenen Saison zusätzlich gezeigten 31 Partien nur gerade 200'000 Zuschauer mehr an den Bildschirm gelockt.
"Die durchschnittliche Einschaltquote liegt tiefer als im letzten Jahr, dies war aber bei einer Verlagerung der Spiele aus dem Bereich Free-TV mit klaren Angaben zu den Einschaltquoten in den Bereich Pay-TV mit "lediglich" Angaben zur Anzahl Haushalte mit abonniertem Sportpaket nicht überraschend", erklärt Roger Müller, Head of Communication SFL auf Anfrage von "persoenlich.com". Aufgrund der Übertragungen von Teleclub seien einige Topspiele von Sat.1 in den Pay-TV-Kanal abgewandert.
In absoluten Zahlen, in Kundenkontakten, stelle der Wert von 8,4 Mio. einen Rekordwert in der bisherigen Geschichte des einheimischen Klubfussballs dar. "Diese Zahl ist für uns -- und unsere Sponsoren -- entscheidender als die durchschnittliche Einschaltquote pro Spiel", so Müller.

