28.02.2004

Espace Media

Rekurs gegen 20 Minuten-Weko-Entscheid

Marktdominanz "geradezu Voraussetzung" für Wettbewerbsfähigkeit.

Die Berner Espace Media Groupe hat gegen einen Entscheid der Wettbewerbskommission (Weko) am Donnerstag Beschwerde eingereicht. Die Weko hatte Mitte Januar den Einstieg von Espace Media bei der Gratiszeitung 20 Minuten untersagt.

Der Weko-Entscheid werde wegen unvollständiger Sachverhaltsermittlung, Verletzung des rechtlichen Gehörs und kartellrechtlicher Bestimmungen angefochten, teilte die Espace Media Groupe am Freitag mit. Sie hatte bereits unmittelbar nach dem Weko-Entscheid angetönt, allenfalls Rekurs einzulegen. Das Veto zum geplanten Einstieg bei 20 Minuten hatte die Weko damit begründet, dass Espace Media dadurch in eine marktbeherrschende Stellung auf dem Leser- und Werbemarkt im Raum Bern gelangen würde. Somit gäbe es keinen "wirksamen Wettbewerb" mehr.

Bei diesem Entscheid sei "die Dynamik im nationalen Medienmarkt unberücksichtigt geblieben", hatte Espace-Konzernleiter Albert P. Stähelin bereits Mitte Januar verlauten lassen. Die Weko definiere den Markt zu eng; die regionale Marktdominanz, die von der Weko als problematisch beurteilt wird, sei "geradezu Voraussetzung" für die Wettbewerbsfähigkeit.


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