09.01.2022

Ringier

René Scheu wird Kolumnist der Blick-Gruppe

Der 47-jährige Philosoph und ehemalige NZZ-Feuilletonchef startet am Montag. Er wird regelmässig Beiträge liefern.
Ringier: René Scheu wird Kolumnist der Blick-Gruppe
Schreibt künftig für die Blick-Gruppe: René Scheu. (Bild: zVg)

Am Montag startet der Philosoph René Scheu als neuer Kolumnist bei der Blick-Gruppe. Der Geschäftsführer des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik an der Universität Luzern (IWP), der zuvor das Feuilleton der NZZ leitete, wird zukünftig regelmässig für die Blick-Gruppe schreiben.

Alle zwei Wochen wird er sich in seiner Kolumne «Abgeklärt & aufgeklärt» philosophisch mit politischen, ökonomischen und aktuellen gesellschaftlichen Fragen beschäftigen. Dabei geht es «um echten Fortschritt, gefühlte Wahrheiten, politischen Moralismus und zeitgemässe Aufklärung», wie es in einer Mitteilung von Ringier heisst. Er werde dies so kühl wie leidenschaftlich tun. Einmal im Monat werde der 47-jährige Scheu zudem für die Publikationen der Blick-Gruppe Interviews «mit wichtigen und couragierten Persönlichkeiten des Zeitgeschehens» führen.

Christian Dorer, Chefredaktor Blick-Gruppe, sagt über den prominenten Neuzugang: «René Scheu gehört zu den intelligentesten und scharfsinnigsten Schreibern im Schweizer Journalismus. Seine tiefschürfenden Interviews und seine ganz eigenen Kommentare sind ein intellektueller Genuss und passen hervorragend zur Blick-Gruppe.»

Auch René Scheu freut sich auf die neue Aufgabe: «Das Angebot von Christian Dorer habe ich sehr gerne angenommen. Ich liebe die intellektuelle Arbeit – so zu schreiben, dass möglichst alle es verstehen, bedeutet für mich einen besonderen Reiz und Anreiz. Das ist die Königsdisziplin, und die Medien der Blick-Gruppe bieten hierfür ein grossartiges Umfeld.» (pd/cbe)


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KOMMENTARE

Sebastian Renold
08.01.2022 08:47 Uhr
Bekommt jetzt auch der "Blick" Scheu-Klappen?
Rollo Hof
07.01.2022 11:40 Uhr
Erstaunliche Entwicklung... Scheu fiel mir vor allem als erzkonservativer und libertärer Geist bei NZZ und vorher Schweizer Monat auf. Die Ergüsse von Scheu und Gujer in der NZZ (auf AfD-Nivesu getrimmt; was tut man nicht alles für die Auflagensteigerung) waren dann zuviel des Schlechten. Zudem mussten einige liberale Reaktoren/innen die NZZ verlassen - sprich Rauswurf, weil sie nicht zum neuen Kurs der NZZ passten. Ich habe nach 40 Jahren die Printausgabe der NZZ gekündigt. Online lese ich jetzt noch die meist herausragenden Berichte der Korrespondenten. Auch da fand leider eine Ausdünnung statt. Das Blatt wird immer dünner und der Preis ist bald nicht mehr zu rechtfertigen. Zitat Infosperber ". Im Gegenteil, er wurde da hineingesetzt, um auch das Feuilleton «auf Kurs» zu bringen – auf den neuen NZZ-Kurs unter NZZ-Chefredaktor Eric Gujer." Ich bin gespannt, wie dann die Kolumnen von Scheu im Blick ausfallen. Wenns dann nicht klappt, kann er ja immer noch beim Nebelspalter oder bei der Weltwoche publizieren.
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