Sechs Personen hatten die Sendung «Grün legt zu – Und jetzt?» von Ende Oktober beim Ombudsmann der SRG Deutschschweiz, Roger Blum, beanstandet (persoenlich.com berichtete). Nun liegt der Bericht von Blum vor. Kritisiert wurde in erster Linie die «Unausgewogenheit in der Gästezusammenstellung», da unter anderem die beiden Ständeratskandidaten Roger Köppel (SVP) und Marionna Schlatter (GPS) in der Sendung auftraten, jedoch nicht Ruedi Noser, der ebenfalls für den zweiten Ständeratssitz kandidiert.
Blum schreibt nun in seinem Abschlussbericht: «Obwohl die Sendung nicht als Sendung zum zweiten Wahlgang der Zürcher Ständeratswahlen konzipiert war und obwohl während der Diskussion von der bevorstehenden Wahl auch nicht die Rede war, hatte sie gleichwohl eine Funktion und eine Wirkung im Wahlkampf.»
Das Sachgerechtigkeitsgebot und das Vielfaltsgebot der Richtlinien von SRF seien nicht erfüllt gewesen, da sich Marionna Schlatter im Wahlkampf auf Kosten von Ruedi Noser einen Vorteil verschaffen konnte – «und sich die im Kanton Zürich Stimmberechtigten nicht gleichermassen über beide Kandidierenden eine eigene Meinung bilden konnten», heisst es abschliessend im Bericht. (lol)