Ab Juni 2022 wird Roman Michel Ressortleiter Sport über alle Kanäle der Südostschweiz, wie er auf Twitter bekanntgab. «Die konvergente Leitung über mehrere Kanäle unter einem Dach bietet viele Möglichkeiten und einen grossen Gestaltungsraum», sagt der stellevertretende Sportchef auf Anfrage von persoenlich.com: «Mein Kollege Jan Zürcher hat in seinen rund zwei Jahren als Leiter Sport sehr viel bewirkt. Ich freue mich darauf, diesen Weg weiterzuführen und neue Inputs und Ideen einzubringen.»
In eigener Sache (wollte ich schon immer mal schreiben): Ich freue mich, ab Juni die Leitung Sport über sämtliche Kanäle (TV, Radio, Zeitung/Online) bei der @suedostschweiz zu übernehmen. Mich gibt’s natürlich weiter zu lesen, zu hören und zu sehen.
— Roman Michel (@roeme_michel) April 20, 2022
Dabei würden ihm seine Erfahrungen in sämtlichen Kanälen – fünf Jahre Print/Online, fünf Monate TV und Radio helfen, so Michel weiter: «Der Job ist für mich auch eine Herausforderung, die ich sehr gerne anpacke.»
Weiterhin «an der Front» im Einsatz
Die zum Medienhaus Somedia gehörende Südostschweiz hat mit TV, Radio, Print/Online wie viele andere Player des Schweizer Medienmarkts alle Kanäle unter einem Dach. Womit die Wege «extrem kurz» seien, wie Michel betont: «Entsprechend freue ich mich darauf, Projekte und Ideen konvergent über alle Kanäle mit einem tollen Team umzusetzen und je nach Charakter des Kanals den Output zu gestalten.»
Neben seiner neuen Funktion als Sportchef wird Michel weiter für alle Kanäle «an der Front» im Einsatz sein. «Mich gibt es also weiter zu sehen, lesen und hören. Ich freue mich sehr auf diese Abwechslung», so Michel. Ausserdem sei er gespannt auf den vermehrten Austausch mit den Zuschauerinnen, Lesern und Hörerinnen. «Dieser Austausch liegt mir sehr am Herzen», betont der 29-Jährige.
Seit bald fünf Jahren bei der Südostschweiz
Michel, im aargauischen Buchs aufgewachsen, arbeitet seit Juli 2017 als Sportjournalist für die Südostschweiz – mit diesen Schwerpunkten: Eishockey, Skicross, Snowboard Alpin, Mountainbike, Tennis, American Football, Unihockey. Seit 2019 ist er zudem als stellvertretender Sportleiter tätig. Von 2015 bis 2017 war er Mitarbeiter im Sportressort von blick.ch, für das er Artikel und Social-Media-Beiträge verfasste sowie Live-Ticker-Einsätze hatte.
Von 2010 bis 2017 wirkte er als Stadion-Speaker des FC Aarau und war Redaktionsmitglied der Matchzeitung. 2016 arbeitete er für ein halbes Jahr als Praktikant bei SRF auf den Redaktionen «Sport» und «10 vor 10». Eingestiegen in den Journalismus war Michel bei der Aargauer Zeitung, für die er von 2008 bis 2014 als freier Mitarbeiter tätig war. 2017 schloss er den Bachelor in Journalismus und Organisationskommunikation an der ZHAW in Winterthur ab.
Konvergenz auf Sportredaktion vorangetrieben
Für den aktuellen Sportchef Jan Zürcher geht Ende Mai eine fast zehnjährige Zeit bei der Südostschweiz-Medienfamilie zu Ende – für gewisse Zeit auch im Teilzeitpensum oder als freier Mitarbeiter. Was hat ihn zum Abgang bewogen? Der 29-Jährige, der per August 2020 zum Sportchef ernannt worden war, muss bei dieser Frage etwas ausholen: «Als ich 2013 mein Praktikum beim Lokalsender Radio Grischa absolviert habe, war mir sofort klar, dass ich den Journalismus entdecken und mich in diesem unglaublich spannenden Feld bewegen möchte. Bei den Südostschweiz-Medien konnte ich mich sukzessive in die audiovisuellen Kanäle einarbeiten und das Radio- und Fernsehhandwerk erlernen.»
Heute stehe er an einem Punkt, wo er in der Südostschweiz «vieles im Sportjournalismus gesehen habe und mitgestalten konnte. Als Ressortleiter hatte ich die Möglichkeit, die Sportredaktion unserer Medienfamilie umzustrukturieren und konvergent auszurichten.» Bei der Inhaltsproduktion soll gemäss Zürcher stets die Geschichte den Kanal definieren und nicht umgekehrt. «Mein Ziel als Sportchef war es, die Sportberichterstattung in der Südostschweiz der Zeit und dem heutigen (digitalen und multimedialen) Trend anzupassen und verstaubte Strukturen zu sprengen. Nun möchte ich weiterziehen, die Arbeitsumgebung wechseln und neue Erfahrungen machen», sagt der 29-Jährige gegenüber persoenlich.com.
Aufgrund Jan Zürchers Abgang und der Reduktion des TV-Pensums von Ronan Michel wird im TV-Sport der Südostschweiz eine neue Stelle als VJ, Moderator beziehungsweise Moderatorin ausgeschrieben (100-Prozent-Pensum). Ein entsprechendes Inserat dürfte gemäss Michel in den nächsten Tagen erscheinen.
Jan Zürcher sieht seine Zukunft im Journalismus
«Im Journalismus kann ich mich kreativ ausleben, bin am Puls der Zeit und erzähle aussergewöhnliche Geschichten», so Zürcher weiter. Das wolle er keinesfalls missen, daher möchte er auch im Journalismus bleiben. «Wo es mich genau hinzieht, ist für mich jedoch noch unklar. Fakt ist: Ich möchte meine Perspektiven öffnen und meiner Faszination nachgehen, ob Radio oder TV, Tagesjournalismus oder Hintergrund, da bin ich offen.» Auch Podcasts würden ihn «ungemein interessieren».
Mit dem Umzug ins Medienhaus habe sich bei Somedia auch das Selbstverständnis als Medienfamilie geändert, so Zürcher weiter: «Plötzlich waren alle Kanäle unter einem Dach, was Auswirkungen auf Abläufe, Zusammenarbeit und Berichterstattung hatte. Die Veränderungen zeigen sich bis heute und ich konnte sie hautnah miterleben und mitgestalten, das ist faszinierend.»
«Erfahrungsrucksack reichlich gefüllt»
Die Zeit sei extrem abwechslungsreich gewesen, betont Zürcher: «Ich durfte die Eigenheiten und Arbeitsabläufe der verschiedenen Medienkanäle kennenlernen, mich austoben und die Synergien aufzeigen. Die Freiheit, etwas Neues ausprobieren zu können, habe ich sehr geschätzt und auch bewusst genutzt, so konnte ich meinen Erfahrungsrucksack reichlich füllen.»
Nach seinem Praktikum bei Radio Grischa, dem Vorgänger von Radio Südostschweiz, war Zürcher von 2014 bis 2018 als Moderator, Produzent und Sportreporter bei Radio Grischa/Radio Südostschweiz tätig. Von 2015 bis 2018 wirkte er als freier Mitarbeiter respektive Sportjournalist von Radio Freiburg. 2018 schloss er das Bachelorstudium Medien- und Kommunikationswissenschaft mit Zeitgeschichte an der Universität Freiburg ab. Von 2018 bis 2020 war er als Moderator und Videojournalist für TV Südostschweiz tätig.


