Roger Schawinski kehrt zum Schweizer Fernsehen zurück. Für Fernsehdirektor Rudolf Matter stellt Schawinskis Anstellung die "Rückkehr des verlorenen Sohnes" dar, wie Matter am Donnerstag vor den Medien erklärte. Schawinski habe seine Karriere 1969 beim Schweizer Fernsehen begonnen und kehre nun, nach 34 Jahren, zu seinen Anfängen zurück. "Schawinski" wird jeweils am Montag nach dem Wirtschaftsmagazin "Eco" ausgestrahlt und dauert 27 Minuten. "persoenlich.com" hat nach der Medienkonferenz vom Donnerstag mit Rudolf Matter gesprochen.
Herr Matter, wie kam es dazu, dass Roger Schawinski Moderator wurde?
Wir wollten schon lange ein solches Format machen, eine Polittalk-Sendung in der late Night. Wir hatten auch sehr gute Kandidaten intern und kamen schliesslich zum Schluss, dass Roger Schawinski die beste Wahl für dieses Format ist.
Welches waren die anderen Kandidaten?
Das kann ich verständlicherweise nicht sagen. Wie gesagt, wir haben hervorragende Kandidaten im Haus bei SRF. Doch am Schluss sagten wir uns: Wenn wir Roger Schawinski haben können, dann müssen wir diese Sendung mit ihm machen.

Wollten Sie Roger Schawinski - einen der lautesten SRG-Kritiker - einbinden, um ihn so mundtot zu machen?
Das halte ich schlicht für eine sehr verwegene Vorstellung. Roger Schawinski kann man nicht mundtot machen.
Er wird sich weiterhin SRG-kritisch äussern können?
Roger Schawinski kann zu jedem Thema sagen, was er will. Er wird keinen Maulkorb verpasst bekommen. Wir wollten einen kritischen Journalisten, das war eine wichtige Anforderung.
Roger Schawinksi ist 65 Jahre alt. Sie stellen jemanden ein, der eigentlich Rentner sein könnte.
Also 65 ist mittlerweile kein Alter mehr! Schauen Sie Roger an. Er ist eine jugendlich, strahlende Erscheinung. Kommt hinzu, dass wir bei SRF niemanden diskriminieren, weder jung noch alt.
Interview: Edith Hollenstein

