15.07.2012

SRF

Ruedi Matter trotz schlechter Quoten gelassen

Spartensender machen dem Leutschenbach zu schaffen.

Ruedi Matter, Superdirektor von Schweizer Radio und Fernsehen, bleibt angesichts der rückläufigen Marktanteile des Schweizer Fernsehens gelassen. "Wir haben seit dem Jahr 2000 knapp drei Prozentpunkte verloren – das ist hervorragend in einer Landschaft, die durch einen starken Umbruch geprägt ist", sagt Matter im Interview mit der "SonntagsZeitung". Einerseits werde generell weniger klassisches TV geschaut. Zum anderen nutzte ein Fernsehzuschauer heute durchschnittlich 17 Programme statt wie vor zehn Jahren zehn. "Die vielen kleinen Spartensender machen uns zu schaffen."

Dass auch Formate wie "10 vor 10" oder "Arena" Zuschauer verlieren, ist laut Matter hingegen kein Problem: "Diese Sendungen verzeichnen anhaltend hohe Zuschauerzahlen, wenn auch die Nachfrage nach News zu einem fixen Zeitpunkt generell leicht abnimmt, da sich das Publikum zunehmend zeit- und ortsunabhängig informiert." Die „ "Tagesschau" habe lediglich unter dem Sport gelitten: "Nehmen Sie die 'Tagesschau': Die hatte einen Taucher während der Fussball-Europameisterschaft. Seit die EM vorbei ist, erreicht die Sendung wieder konstant 50 Prozent." ("SonntagsZeitung")


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