10.01.2022

Medienpaket

SAB unterstützt die Vorlage

Das Paket stärke die regionalen Medien und fördere hochwertige Online-Angebote, so die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete.
Medienpaket: SAB unterstützt die Vorlage
Die SAB setzt sich für ein Ja zum Medienpaket ein. (Bilder: zVg)

Die Medienlandschaft in der Schweiz ist im Umbruch. Die Werbeeinnahmen sind stark rückläufig. Gleichzeitig ändert sich das Konsumverhalten. Die Informationen werden immer öfters online abgerufen. Die Medienverlage haben auf diese Entwicklungen reagiert, indem sie zunehmend Informationsangebote im Internet anbieten. Doch die Bewältigung dieses Transformationsprozesses sei eine grosse Herausforderung, wie die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) in einer Mitteilung schreibt. 

Bundesrat und Parlament möchten deshalb die Medien mit einem zeitlich befristeten Massnahmenpaket unterstützen, so die SAB weiter. Dazu sollen die indirekte Presseförderung ausgebaut, die regionalen Radio- und Fernsehsender stärker unterstützt und neu auch der qualitative Ausbau der Online-Medien gefördert werden. Die SAB unterstützt dieses Massnahmenpaket zugunsten der Medien gemäss Mitteilung und empfehlt für die Volksabstimmung vom 13. Februar 2022 ein klares Ja.

Kurz vor Weihnachten hatten sich bereits der Gewerkschaftsbund (SGB), die Mediengewerkschaft Syndicom, das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) sowie der Verein Junge Journalistinnen und Journalisten Schweiz (JJS) für das Paket ausgesprochen (persoenlich.com berichtete).

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Seit 2003 seien in der Schweiz rund 70 Zeitungen verschwunden. Dieser Konzentrationsprozess betreffe in erster Linie die Berggebiete und ländlichen Räume. Denn hier seien rein schon auf Grund der Bevölkerungsdichte die Potenziale für Abonnenten und Werbeeinnahmen geringer. Das Massnahmenpaket zugunsten der Medien stärke deshalb gezielt die regionalen Medien, wie es weiter heisst.

Die zusätzlichen Mittel der indirekten Presseförderung würden dabei vor allem zugunsten von Zeitungen und Zeitschriften mit kleineren Auflagen eingesetzt. Gleichzeitig werde auch die Verbands- und Vereinspresse stärker unterstützt. Diese rund 1000 Zeitschriften würden eine wichtige Rolle einnehmen, indem sie losgelöst vom Tagesgeschehen Hintergrundwissen und Fachinformationen vermitteln würden. (pd/tim)



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