01.12.2004

SRG

Schaffung einer Business Unit Production TV beantragt

Dem Vorschlag des Steuerungsausschusses gefolgt.

Die Geschäftsleitung der SRG SSR idée suisse wird dem Verwaltungsrat die Schaffung einer Business Unit Production TV (BUP-TV) beantragen. Sie folge damit dem Vorschlag des Steuerungsausschusses Orion, wie es in einer Mitteilung heisst. Die BUP-TV schaffe die Voraussetzungen für eine optimale Fernsehproduktion. Sie stärke die nationale Zusammenarbeit, belasse jedoch die regionalen Produktionsstandorte.

Das Projekt Orion hatte die Aufgabe, einen Vorschlag für die Optimierung der Fernsehproduktion auszuarbeiten. Die Projektgruppe habe sämtliche Varianten, vom Status quo bis zur Gründung einer nationalen Produktionsaktiengesellschaft, geprüft. Am besten habe die Variante BUP-TV abgeschnitten: Sie stärke die nationale Zusammenarbeit und führe zugleich die regionalen Produktionsstandorte unverändert weiter.

Ausserdem ermögliche sie weiterhin eine enge Zusammenarbeit zwischen Programm und Produktion. Die BUP-TV werde den Mitgliedern der Conférence interrégionale des directeurs TV (CID-TV), Gilles Marchand (Präsident), Ingrid Deltenre, Remigio Ratti und Bernard Cathomas unterstellt.

Die Schaffung dieser Struktur, die eine enge nationale Zusammenarbeit vorsehe, ist nach SRG Angaben notwendig, um über eine qualitativ hochstehende Fernsehproduktion zu verfügen, die Innovation ermögliche, einen wirtschaftlichen Einsatz der Mittel garantiere und attraktive Arbeitsplätze biete, um auch in Zukunft Fernsehangebote auf international konkurrenzfähigem Niveau zu produzieren und um die Bedürfnisse des Programms und der Produktion gut aufeinander abstimmen zu können und die sprachregionalen Besonderheiten zu respektieren.

Die BUP-TV sei eine schlanke Organisationsform, die der CID-TV unterstellt ist. Die Leitung der BUP-TV setze sich aus den drei Produktionschefs von TSR, TSI, TvR sowie den Leitern der TPC AG und des Bundeshausstudios zusammen. In einem Zweijahresturnus leite einer der Produktionschefs von TSR, TSI und TPC AG die BUP-TV. Unterstützt werde die Leitung von einer Geschäftsstelle und den Fachkoordinatoren der Fernsehproduktion aus den Regionen. Die Leitung der BUP-TV übernehme als erster Edouard Borgatta, Produktionschef von TSR. Stellvertreter von Borgatta und designierter Nachfolger ab 2007 sei Roberto Pomari, Produktionschef von TSI.

Die Aufgaben der BUP-TV sind gemäss SRG folgende: Planung, Disposition und optimale Nutzung der Produktionskapazitäten in den vier Regionen, Standardisierung der Produktionsmittel, Prozesse und Strukturen der SRG SSR, gemeinsame Beschaffungspolitik von Produktionsmitteln und -material, Qualitätssicherung der Fernsehproduktion dank Informations- und Erfahrungsaustausch, Koordination von Grossprojekten und Qualitätssteigerung durch institutionalisierte Zusammenarbeit.

Durch die Einführung der BUP-TV werde die Produktion optimiert, die Produktionsmittel würden jedoch in den Regionen belassen. Für die meisten Mitarbeitenden der Produktionsbetriebe werde die Einführung der BUP-TV keine direkten Konsequenzen haben. Entlassungen seien keine vorgesehen, wie es in einer Mitteilung heisst. Mittelfristig sei ein geringfügiger Stellenabbau im Produktionsbereich zu erwarten. Dieser könne jedoch voraussichtlich über die natürliche Fluktuation erfolgen. Die Führungsverantwortlichen in den vier Regionen erhalten die Aufgabe, die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation zu institutionalisieren.


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