In einem Gastbeitrag für die NZZ zeichnet Radio-1-Gründer Roger Schawinski ein düsteres Bild der Schweizer Medienlandschaft. Online-Werbung bringe heute nur noch rund fünf Prozent der früheren Print-Erlöse, Paywalls hätten kaum geholfen, Gratisblätter seien verschwunden, die Konzentration bei Radiosendern habe das Angebot ausgedünnt. «Die Folge ist eine Verflachung des journalistischen Angebots», so der Medienunternehmer.
Vor diesem Hintergrund fordert Schawinski Kantone, Stiftungen und Mäzene auf, lokale Medien zu unterstützen – «bevor sie von der Bildfläche verschwinden». Der «tipping point» für die regionale Medienlandschaft stehe unmittelbar bevor. Westschweizer Kantone wie Freiburg, Waadt und Genf förderten regionale Medien bereits gezielt. Als Beleg nennt Schawinski seine eigene Erfahrung: Sein Radio 1 nehme jährlich nur noch 2,4 Millionen Franken ein, Tendenz fallend; er selbst habe als Geschäftsführer «noch nie ein Salär bezogen». (nil)

